September 20, 2012 Alles!, Politik Keine Kommentare

Seit heute ist die so genannte Südumfliegung in Betrieb. Damit setzt die Deutsche Flugsicherung eine geänderte Abflugroute bei Westwetterlage um, die bereits für kleinere Flugzeugmodelle galt und nun auch für die großen “Vögel” nutzbar ist. Ob der A380 oder Jumbo – ab heute geht es mehrheitlich erst einer Linkskurve Richtung Süden, bevor dann in einer langen Rechtskurve gen Norden gedreht wird.

Ein neues Funkfeuer nahe der Autobahn 67 bei Groß Gerau macht es möglich, nun auch die langsamer aufsteigenden drei- und vierstrahligen Jets über die Südumfliegung zu schicken. Bislang nahmen die Route nur kleinere und mittelgroße Maschinen diese Route. Die aktuelle Startflugroute nach Norden wird zukünftig nur noch von 1,7 % aller startenden Fluggeräte genutzt. Mit dieser Südumfliegung – ich bloggte zu den Flugrouten vor über einem Jahr – entlastet die Menschen im Main-Taunus-Kreis vom Lärm startender Maschinen. Dazu gehören Gemeinden wie Flörsheim, die schon unter den Landungen leiden, wenn der Flughafen bei Ostwind in anderer Richtung betrieben wird und die Landungen bei unter 300 m Flughöhe eine inakzeptable Belastung darstellen.

Umgekehrt wird es durch die Südumfliegung in Stadtteilen von Rüsselsheim, in Nauheim und in zahlreichen Gemeinden Rheinhessens jenseits der Landesgrenze in Rheinland-Pfalz lauter. Fluglärm ist eine regionale, aber allumfassende Herausforderung unserer Generation.

Südumfliegung

Ich bin sehr gespannt auf die Entwicklung und wie sie sich anfühlt/anhört.

Beste Grüße

Marcus Reif

verfasst durch Marcus K. Reif
Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif