Willkommen auf dem Blog von Marcus K. Reif | Tel. 0700 marcusreif
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Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif

Wir erleben in vielen Systemen eine wirklich schlechte Führung. Oder schlechtes Management? Was ist denn eigentlich das eine oder andere?

Management wird verbunden mit den Aspekten Bonus, Anwesenheitskontrolle, Präsenzorientierung, Mitarbeiterbeurteilung mit Jahresgespräch, Zielvereinbarung, Chefparkplatz, Reisekostenrichtlinie, Vorschlagswesen, Überstundenregelung, Lenkungskreise und Investitionsplanung. Führung oder das griffigere Wort Leadership hingegen verbindet man viel mehr mit Feedback, Vertrauen, Kundenzentrierung, Offenheit und Eigenverantwortung, Interdisziplinarität, Fehlerkultur und Fehlerlernkultur, Selbstorganisation und laterale Führung, Coaching, Vertrauensarbeitszeit und Commitment.

Typische Manager führen über Kontrolle, Weisung, Mikromanagement und Top-down-Attitüde. Leader sitzen bei ihren Leuten, führen durch Coaching, geben Richtung vor, decken den Rücken bei Fehlern, lassen Freiraum für Entscheidungen, geben keinen Druck weiter und führen nicht auf der Detailebene.

Ein dazu super passendes Bonmot von Simon Sinek, US-amerikanischer Autor und Unternehmensberater, ist:

When we tell people to do their jobs, we get workers. When we trust people to get the job done, we get leaders.

Führungskraft oder besser Leader zu werden gleicht einer Wandlung, oder neudeutsch Transition. Manche gehen schnell hindurch, manche langsamer, viele auch gar nicht. Bei unserem Einstieg in einen bestimmten Job ist das zentrale Ziel, schnell und zügig diesen ordentlich zu machen. Gut zu sein, in dem was wir tun. Damit erfüllen wir die Erwartungen an unserer Einstellung. Unser Arbeitgeber gibt uns viel Raum, das Wissen aufzubauen, welches nötig ist, den Job gut zu erledigen. Dabei gibt es viele Trainings, Schulungen und Fortbildungen. Ob es um eine spezifische Software geht, Abläufe die wir lernen, ungeschriebene Gesetze und vieles mehr.

Wenn wir Menschen sagen, wie sie ihren Job machen sollen, erhalten wir Arbeiter. Wenn wir Menschen vertrauen, den Job bestmöglich zu tun, erhalten wir Leader. Klick um zu Tweeten

Sind wir gut in dem, was wir tun, werden wir irgendwann aufsteigen. Unser Arbeitgeber wird uns befördern, uns mehr Verantwortung geben. Entweder bewerben wir uns auf ausgeschriebene Stellen oder meine Führungskraft spricht mich darauf an. Und ab einem gewissen Punkt sind wir verantwortlich nicht nur für den Prozess, den wir verantworten, und die Resultate, die ich erbringe, sondern für Menschen, die ich führen darf. Genau die Menschen, die nun das tun, was ich vorher tat. Und ich tat es gut, denn meine Firma erkannte meine Leistung an und beförderte mich. 

Wie viele Firmen bereiten ihre künftigen Führungskräfte auf Führung vor? Wie viele junge Führungskräfte genossen ein Training im Vorfeld? Wer erklärt jungen Führungskräften, wie Führung funktioniert? Das ist ungefähr so, wie wenn ich einen Berufseinsteiger an einen PC setze, ihm eine Software öffne und lasse ihn einfach tun. Ohne Einarbeitung, ohne Einführung, ohne Schulung. 

Da wir Führung nicht gelernt haben, konzentrieren wir uns auf das, was wir können. Wir können die Arbeit der eigenen Leute viel besser. Wir waren doch gut darin. Deshalb ziehen wir uns Themen auf den Tisch, reden auf unsere Leute ein auf der Detailebene, wir lassen nicht los und bleiben erster Sachbearbeiter. Wir managen unser Team, wir führen nicht. Wir leben Weisung, Kontrolle und Micromanagement aus, weil wir nicht lernen konnten, wie man führt. 

Let us all choose to be the leaders we wish we had! 

Simon Sinek

Das Sprichwort „der beste Vertriebler wird Vertriebsleiter“ beschert uns zwei Elemente:

a.) ich verliere meinen besten Vertriebler und

b.) ich bekomme eine Führungskraft, die fachlich top ist, aber Führung nicht kann.

Das ist die härteste Lektion, die man als junge Führungskraft bestehen muss. Wir sind nicht mehr verantwortlich für den Job. Wir sind verantwortlich für die Kollegen, die den Job machen. Wir sind Führungskräfte!

Unsere Aufgabe ist es, loslassen auf der fachlichen Ebene. Freiraum für Entscheidungen geben, unsere Kollegen coachen und trainieren, ihnen Erfahrungen und Wissen teilen, an sie glauben und ihnen vertrauen. Das ist Führung!

Beste Grüße

Ihr Marcus Reif

Excerpted from Together is Better: A Little Book of Inspiration, in agreement with Portfolio, an imprint of Penguin Publishing Group, a division of Penguin Random House LLC. Copyright © 2016 by Simon Sinek Partners, LLC.

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