Die neuste Studie von Prof. Dr. Tim Weitzel und Monster.de liegt vor – die Recruiting-Trends 2012! Bin ein großer Fan dieser Studie und verliere gerne ein paar Worte dazu. Hier meine Beiträge zur Studie 2011 und 2010.

Seit 2002 wird die repräsentative Befragung der Top-1.000-Unternehmen aus Deutschland durch das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt am Main in Zusammenarbeit mit der Monster Worldwide Deutschland GmbH durchgeführt. Diese ergab, dass die Themen Demografischer Wandel, Fachkräftemangel und Social Media weiterhin aktuell sind.

Zusätzlich wurden auch die jeweils 300 größten deutschen Unternehmen aus den Bereichen Health Care, Informationstechnologie (IT) sowie Umwelt & Recycling zu aktuellen Themen aus dem Bereich der Personalbeschaffung befragt. Drei interessante Fallstudien bei den Unternehmen Bayer AG, Deutsche Bahn AG und msg systems ag runden die zehnjährige Jubiläumsausgabe der Studienreihe “Recruiting Trends” ab.

Die Befragung der Top-300-Unternehmen aus drei ausgewählten Branchen ist seit fünf Jahren fester Bestandteil der Studienreihe “Recruiting Trends”. Für die aktuelle Studie “Recruiting Trends 2012” wurden die drei Branchen Health Care, IT sowie Umwelt & Recycling ausgewählt. Im Folgenden werden die Ergebnisse für die Befragungen in der Branche Umwelt & Recycling kurz vorgestellt.

Management-Zusammenfassung

Die Befragung der Personalverantwortlichen der Top-1.000-Unternehmen aus Deutschland (Rücklaufquo- te 17,1 Prozent) durch das Centre of Human Resources Information Systems (CHRIS) der Universitäten Bamberg und Frankfurt a. M. in Zusammenarbeit mit der Monster Worldwide Deutschland GmbH liefert folgende Ergebnisse:

Trends und Herausforderungen

Die drei wichtigsten unternehmensübergreifenden Recruiting Trends sowie die drei wichtigsten internen Herausforderungen für die Personalbeschaffung im Jahr 2012 sind:

Themen 20121) Demografischer Wandel2) Fachkräftemangel

3) Social Media

Schlüsselherausforderungen 20121) Employer Branding2) Mitarbeiterbindung

3) Internes Employer Branding

Personalbedarf, Fachkräftemangel und Altersmanagement

Die Hälfte der Top-1.000-Unternehmen geht davon aus, Ende des Jahres 2012 mehr Mitarbeiter zu be- schäftigen als zu Jahresbeginn. Alle Teilnehmer an der aktuellen Studie werden im Jahr 2012 über freie Stellen verfügen. Bei der Besetzung dieser Vakanzen werden Probleme erwartet. Die Befragten geben an, dass 37,1 Prozent ihrer offenen Stellen im Jahr 2012 nur schwer und 5,4 Prozent gar nicht besetzbar sein werden, weil kein geeigneter Kandidat verfügbar ist. Fast neun von zehn Unternehmen sind der Ansicht, dass es zukünftig schwerer werden wird, geeignetes Personal auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Die gerings- te Verfügbarkeit sehen deutsche Großunternehmen in den Bereichen Forschung & Entwicklung (F&E) und Informationstechnologie (IT). Lediglich 10,7 Prozent (F&E) bzw. 16,0 Prozent (IT) der Studienteilnehmer sind der Meinung, dass qualifizierte Kandidaten aus diesen Bereichen ausreichend verfügbar sind. Fast sieben von zehn Befragten teilen die Ansicht, dass die Rekrutierung älterer Personen (>= 50 Jahre) eine mögliche Antwort auf den Fachkräftemangel sein kann. In über einem Viertel der Unternehmen werden regelmäßig ältere Personen (>= 50 Jahre) eingestellt, und 73,5 Prozent wollen ihre Mitarbeiter möglichst lange (d.h. bis in ein höheres Alter, z. B. 65 Jahre) im eigenen Unternehmen halten.

Social Media

Der Einsatz von Social Media in der Personalbeschaffung ist im Jahresvergleich deutlich gestiegen. 27,6 Prozent der 1.000 größten deutschen Unternehmen verfügen bereits über eine explizite Social-Media-Stra- tegie. Über die Hälfte der Studienteilnehmer nutzt Social Media zur Veröffentlichung von Stellenanzeigen, zur aktiven Suche nach Kandidaten und für Employer Branding sowie 43,9 Prozent für die aktive Suche nach zusätzlichen Informationen über bereits identifizierte Kandidaten. Von den untersuchten Kanälen wird das Karrierenetzwerk Xing am häufigsten zur Veröffentlichung von Stellenanzeigen und für die aktive Suche nach geeigneten Kandidaten sowie nach zusätzlichen Informationen über bereits identifizierte Kandidaten genutzt. Zum Bewerben der eigenen Arbeitgebermarke (Employer Branding) greifen die Studienteilnehmer am häufigsten auf Facebook zurück.

Zusammenfassung der Ergebnisse als PDF-Download auf Monster.de. Dort findet man auch die direkten Kontakte zum Bezug der Studie.

Beste Grüße

Marcus Reif

verfasst durch Marcus K. Reif

Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif