Für Studierende in den zwölf größten Volkwirtschaften der Welt ist Google der attraktivste Arbeitgeber. Bereits im sechsten Jahr in Folge konnte sich Google im weltweiten Universum-Ranking an die Spitze setzen. Die Mehrheit der attraktivsten Unternehmen der Welt kommt aus den USA, aber deutsche Unternehmen bilden die zweitstärkste Gruppe in den Top 50. Bei den Studierenden der Ingenieurwissenschaften gelang BMW der Sprung auf den dritten Platz. Auch Siemens, wie im Vorjahr auf Platz acht bei den angehenden Ingenieuren, schaffte es wieder in die Top 10 der weltweit attraktivsten Unternehmen. Die Frage, ob das Arbeitsumfeld kreativ und dynamisch ist, spielt für die jungen Talente heute eine besonders große Rolle, wenn sie die Attraktivität eines Arbeitgebers beurteilen. Dies sind Ergebnisse einer Studie des Employer-Branding-Beratungsunternehmens Universum, für die weltweit mehr als 200 000 Studierende wirtschaftsnaher Fachbereiche befragt wurden.

Work-Life Balance und Jobsicherheit weltweit wichtigste Karriereziele

Eine ausgewogene Work-Life-Balance und Jobsicherheit sind weltweit sowohl für die Studierenden der Wirtschaftswissenschaften als auch für die der Ingenieurwissenschaften die wichtigsten langfristigen Karriereziele. Bezüglich anderer Karriereziele unterscheiden sich die Studierenden der zwölf Nationen zum Teil ganz erheblich. Für die Studierenden der Ingenieurwissenschaften in den USA und in Frankreich ist die Gemeinwohlorientierung wichtig, während dieses Ziel in Deutschland eher als nachrangig betrachtet wird.

Generation Y wünscht ein kreatives und dynamisches Arbeitsumfeld

Wenn man die Studierenden fragt, was einen Arbeitgeber für sie attraktiv macht, zeigt sich, dass ein kreatives und dynamisches Arbeitsumfeld von den Studierenden weltweit als immer wichtiger angesehen wird. Für die Studierenden der Ingenieurwissenschaften steht diese Arbeitgebereigenschaft an erster Stelle, noch vor professionellem Training und Weiterentwicklung, einer sicheren Anstellung und einem hohen Einkommen in der Zukunft. Auch für Studierende der Wirtschaftswissenschaften ist ein kreatives und dynamisches Arbeitsumfeld von großer Bedeutung und liegt auf dem vierten Platz. Noch wichtigere Kriterien bei der Beurteilung eines Arbeitgebers sind für die jungen Ökonomen jedoch ein hohes zukünftiges Einkommen, professionelles Training und Weiterentwicklung sowie Führungskräfte, die ihre Entwicklung fördern. Der von Universum verwendete analytische Ansatz zur Bestimmung der Eigenschaften eines attraktiven Arbeitgebers umfasst insgesamt 40 verschiedene Attribute.

Was einen Arbeitgeber für die Studierenden attraktiv macht, ist von Land zu Land sehr unterschiedlich. Während die Unternehmen bei den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften in Deutschland mit einem attraktiven Grundgehalt, einem hohem Einkommen in der Zukunft und einem freundlichen Arbeitsumfeld punkten können, werden in den USA in erster Linie Führungskräfteentwicklung, professionelles Training und Weiterentwicklung sowie Respekt für die Mitarbeiter erwartet. Für die Nachwuchsingenieure in Deutschland stehen ein attraktives Grundgehalt, eine sichere Anstellung und ein freundliches Arbeitsumfeld im Vordergrund, während in den USA die sichere Anstellung, das kreative und dynamische Arbeitsumfeld und professionelles Training und Weiterentwicklung besonders wichtig sind. In China wiederum punkten Unternehmen, wenn sie eine gute Referenz für die zukünftige Karriere sind, wenn sie ein attraktives Grundgehalt und ein hohes Einkommen in der Zukunft bieten.

Generell lässt sich aus den Ergebnissen der Umfragen folgern, dass Studierende in China, Russland und Indien die Bedeutung von Gehalt und Aufstiegsmöglichkeiten höher bewerten als die Studierenden der anderen Länder, die im globalen Ranking berücksichtigt wurden. Die Beurteilung der Inhalte und Anforderungen des Jobs und der Weiterbildungsmöglichkeiten ist vor allem für Nachwuchsingenieure in Australien, in Kanada und in Frankreich und für junge Ökonomen in Deutschland bedeutsam.

„Die Angehörigen der Generation Y beurteilen die Arbeitswelt anders als die Studierenden in früheren Jahren – und zwar weltweit“, so Petter Nylander, Vorstandsvorsitzender von Universum. „Arbeit und Privatleben verschmelzen zunehmend. Die Studierenden von heute trennen diese beiden Bereiche nicht mehr so stark wie in der Vergangenheit. Sie wissen, welch große Rolle Arbeit in ihrem Leben spielen wird. Deshalb möchten sie in einem Arbeitsumfeld arbeiten, das ihren Wünschen entspricht. Arbeitgeber müssen sich dieser Herausforderung stellen und mehr in die Organisation der Arbeit investieren.“

Wirtschaftsprüfer, Managementberater und Banken im Aufwind

Unternehmensberatungen und Wirtschaftsprüfer sowie Unternehmen der Finanzbranche haben bei den Studierenden der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften in den letzten drei Jahren generell an Attraktivität gewonnen. Bei den jungen Ökonomen haben die vier großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und die großen global tätigen Banken besonders gut abgeschnitten. Goldman Sachs musste zwar fünf Positionen abgeben, liegt aber im weltweiten Ranking mit Platz acht immer noch in den Top 10. JP Morgan auf Platz zehn rückte eine Position auf. Den größten Sprung in den Top 50 machte aber die Deutsche Bank auf Platz 18, eine Verbesserung um zehn Positionen. Auch die Management- und Strategieberatungen sind im Aufwind: McKinsey & Company konnte einen Platz vorrücken und liegt nun auf Rang elf. BCG (The Boston Consulting Group) auf Rang 13 konnte drei Positionen vorrücken.

„Es ist offenkundig, dass diese Unternehmen ihre Arbeitgebermarken datenbasiert vorangebracht haben“, folgert Nylander. „Sie verstehen das Bedürfnis nach einer starken Unternehmenskultur, professionellem Training und Weiterentwicklung und den anderen Kriterien, nach denen Wirtschaftsstudierende Ausschau halten, und sie nehmen viel Geld in die Hand, um ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern genau diese Dinge zu bieten.“

Software-Unternehmen bei Nachwuchsingenieuren und jungen IT-Experten gefragt / Google im globalen Ranking vorn

Studierende der Ingenieurwissenschaften und junge Informatiker suchen zunehmend einen Arbeitsplatz, der ihnen erlaubt, ihre Kreativität auszuleben. Hier können vor allem die Unternehmen der Softwarebranche überzeugen. Für die Studierenden von sechs der zwölf Nationen, die im globalen Ranking berücksichtigt wurden, ist Google der attraktivste Arbeitgeber. In vier weiteren Ländern liegt Google auf dem zweiten Platz.

Unternehmen aus Deutschland weltweit attraktiv

Sieben Unternehmen aus Deutschland gehören für die angehenden Ingenieure zu den 50 attraktivsten Unternehmen weltweit: Neben BMW auf dem dritten Platz und Siemens unverändert auf Platz acht, konnten sich Volkswagen (Platz elf), Daimler/Mercedes-Benz (20), Bosch (22), BASF (34) und Bayer (41) in den Top 50 einreihen. Bei den jungen Ökonomen zählen sechs Unternehmen aus Deutschland zu den 50 beliebtesten Unternehmen weltweit: BMW (Platz 14), Deutsche Bank (18), adidas (27), Volkswagen (34), Daimler/Mercedes-Benz (37) und Siemens (46).

Stefan Lake, Country Manager Germany bei Universum: „Die Unternehmen, die im weltweiten Ranking ganz vorn liegen, verstehen, dass eine Arbeitgebermarke konsequent aufgebaut werden muss. Unternehmen sollten nicht nur über ihre Produkte und Dienstleistungen informieren. Auch die weniger greifbaren Faktoren, die die Unternehmenskultur und den Alltag im Unternehmen ausmachen, müssen authentisch erzählt werden. Mit Lohn und Status sind die jungen Leute nicht mehr abzuspeisen. Sie sind durchaus karriereorientiert, aber die Karriere muss zu ihrem Lebensentwurf passen. Allerdings unterscheiden sich die jungen Talente in den einzelnen Ländern bezüglich ihrer Karrierevorstellungen und ihrer Wünsche an die künftigen Arbeitgeber. Die Unternehmen müssen ihre nationalen Employer-Branding-Strategien deshalb ganz auf die höchst unterschiedlichen Gegebenheiten in den einzelnen Ländern abstimmen.“

Das weltweite Ranking

WMAE2014_Global_Ranking-Top10_Universum

Trends und Insights

WMAE2014_Top Trends and Insights_Universum

 

Freue mich sehr für die Company! Tolle Leistung aller gewichteten Länder und Teams.

Quelle: Pressemeldung von Universum

verfasst durch Marcus K. Reif

Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif