Das war ein Paukenschlag am vergangenen Mittwoch. Norbert Röttgen einfach so vor die Tür gesetzt. Oder – wie es Michael Spreng viel philosophischer in seinem Blog schreibt – “Wenn die Wölfe näher kommen, muss einer  vom Schlitten“. Hier traf es Norbert Röttgen. In der parlamentarischen Geschichte der Bundesrepublik Deutschland geschieht es – Gott, sei Dank – nicht so häufig, dass ein talentierter und amtierender Bundesminister derart eins übergezogen bekommt. Darauf muss man nicht stolz sein, wie die Kanzlerin ihn vom Felde geschickt hat.

Ein Blick auf die jüngste Vergangenheit, welche hoch talentierten CDUler – aus welchen Gründen auch immer – einen anderen Weg einschlugen. Das ist ein absolut hoch talentiertes Kabinett. Mit den Herren – Damen fehlen – könnte man die nächste Krise sicherlich mit etwas mehr Ruhe und Vertrauen angehen. Vom sozialen bis zum marktliberalen Flügel ist für jeden was dabei. Das ist das Traurige dabei. Wo könnten wir stehen – nicht nur als Bundesrepublik, auch als Partei – mit solchen Menschen in der ersten Reihe.

Hoch talentiert, aber politisch inaktiv 

Die Liste ist krass: Jürgen Rüttgers, Karl-Theodor von und zu Guttenberg, Ole von Beust, Norbert Röttgen, Roland Koch, Peter Müller, Christian Wulff, Friedrich Merz, Günther Öttinger, Friedberg Pflüger, Matthias Wissmann. Sicherlich ist diese Liste unvollständig, da sie nur die “A-Promis” umfasst. Viele gute Abgeordnete, Staatssekretäre und Landesminister sind unerwähnt.

Möchte damit aber nicht Röttgens Nachfolger schmähen. Peter Altmaier halte ich für eine ausgezeichnete und honorige Persönlichkeit. Das ist ein kleiner Lichtblick bei diesem ganzen Drama …

Beste Grüße

Marcus Reif

verfasst durch Marcus K. Reif

Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif