Januar 7, 2009 Alles!, Politik Keine Kommentare

Guten Morgen,

in Hessen ist unverkennbar Wahlzeit. Die Plakate hängen an jeder Laterne und werben für die Parteien. Sogar die Rechten habe ich gesehen, ärgerlich!

 

Aber was derzeit so an Personalthemen durch die Gazetten geht, ist wirklich spannend. Die hessische Linke erlärt öffentlich, dass ihre Mitgliederzahlen stark wachsen, in TV, Radio und Zeitung ist von Auflösungen ganzer Kreisverbände die Rede. Und dann geht der vormalige Spitzenkandidat Pit Metz noch von der Fahne (Spiegel online, 06.01.2009). Aber in einer öffentlichen Erklärung bekommt man suggeriert, dass “alles in Ordnung” ist. Naja, diese kommunistische Interpretation von “Unzulänglichkeiten” ist ja hinlänglich bekannt.

Bei der SPD in Hessen geht der Wahlkampfmanager schon vor Ende des Wahlkampfs. Der Generalsekretär Schmitt schmeißt die Brocken hin (Spiegel online, 04.01.2009), zwar erst beim nächsten Parteitag, aber da wären wir wieder mal beim politischen Unterschied zwischen Zeitpunkt und Aktion. Durch sein möglicherweise unbedachtes Vorpreschen mitten im Wahlkampf – noch 11 Tage – erweist er seiner Partei einen Bärendienst. Der so genannte Spitzenkandidat der hessischen Genossen, Thorsten Schäfer-Gümbel reagiert darauf konsterniert bis überrascht sehr genervt und verweist darauf, dass diese Personalie keine Auswirkungen auf den Wahlkampf hat und nach dem 18. Januar geregelt wird. Na, das ist auch eine Form der Interpretation. Wenn der Leiter und Manager des Wahlkampfs von der Fahne geht, muss das unweigerlich Auswirkungen haben. Der Generalsekretär ist doch nun nur noch eine lahme Ente.

Die Temperaturen verheißen nichts Gutes. Bei minus 10°C und gefühlt tieferen Graden Wahlkampf an Infoständen und Verteilaktionen zu machen, ist schon eine Tortur. Aber was tut man nicht alles für die eigene Überzeugung. Immerhin bekommt Hessen eine zweite Chance auf stabile Mehrheiten. Und es hat sich in den letzten Monaten einiges geändert. Die Welt steht vor einer wirtschaftlich-finanzpolitisch großen Herausforderungen. Viele machen sich Gedanken über ihre Arbeit, ihren Beruf und damit um ihre Existenz. Die veröffentlichte Meinung spiegelt ein sehr negatives Bild wider. Dort ist von der größten Rezession seit 19Blumenkohl zu lesen. Das alles führt natürlich auch dazu, dass Unternehmensführungen die Situation sehr vorsichtig einschätzen und versuchen, keine Fehler zu machen. Das kann man schon als Spirale betrachten, auch wenn es natürlich wünschenswert ist, dass die Fehler des Jahres 2001 in der damaligen Situation nicht wiederholt werden.

Also, am 18. Januar 2009 ist in Hessen Wahl! Gehen Sie hin!

Marcus Reif

verfasst durch Marcus K. Reif
Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif