Ein Hin und Her mit der Mitgliederstärke der Parteien. Man mag sich gar nicht freuen im einen oder anderen Lager über die "Mitgliedsführerschaft", ist sie doch im Rückblick eine Geschichte von einer immer geringer werdenden Bedeutung und Attraktivität der Parteien für eine Mitgliedschaft. In Zeiten, in denen Politik deutlich an Komplexität gewonnen hat, selbst Wirtschaftsexperten kaum eine einheitlich plausible Strategie empfehlen können und sich eher durch Dissens auszeichen - da bleibt es nicht aus, dass den Parteien nicht die Bude eingerannt wird.
Diese Woche vermeldeten die Medien, dass die SPD wieder mitgliederstärkste Partei ist. Ganze 275 Mitglieder trennt sie von der CDU. Eine Ausnahme wird dabei gerne außer Acht gelassen, dass nämlich die SPD diese Mitglieder in 16 Bundesländern auf sich vereint, die CDU in 15 - da in Bayern bekanntlich die Schwesterpartei CSU agiert.
Erreicht hat die SPD diesen "großartigen Erfolg" mit intensiven Mitgliederwerbeaktionen der Ortsverbände, insbesondere durch den Hannelore-Kraft-Effekt in NRW. Aber erreicht wurde in der Wirklichkeit die Mitgliederführerschaft nur durch eine Verlangsamung des Abbaus der Mitgliederstände. Zuwächse gibt es zwar, die werden allerdings durch Ableben und Austritte völlig aufgezehrt.
Echte Mitglieder? RT @Stecki: SPD überholt CDU als mitgliederstärkste Partei http://t.co/TQfhnnab via @marcusreif
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Es steht “dass nämlich die SPD diese Mitglieder in 15 Bundesländern auf sich vereint, die CDU in 15”
müsste doch richtig heißen: “dass … SPD diese Mitglieder in 16 ! … ”
Gruß!
Danke für die Info, ist korrigiert
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