Tja, die Frage bekommt man als Kommunalpolitiker oft gestellt. Meistens mit einem irritierten Unterton, manchmal verachtend, manchmal mit Unverständnis und hin und wieder anerkennend formuliert.
Die Antwort ist nicht trivial. Insbesondere dann nicht, wenn man von Anhängern der Piratenpartei vorgeworfen bekommt, man wäre Grundgesetzgegner (spielen auf Zensursula und Online-Durchsuchung an). Aber, liebe Piraten, nicht alle 560.000 CDU-Mitglieder machen Bundespolitik. Das sind nur ein paar Hundert davon. Die meisten Mitglieder machen gar keine aktive Politik, ein kleiner Teil Kommunalpolitik. Und auf die komme ich noch zu sprechen.
Auch von anderen Parteianhängern bekommt man hin und wieder viel Polemik um die Ohren geschlagen. Natürlich, die eigene Partei hat immer die besten Ideen und die anderen sind auf dem falschen Dampfer. Geht auch mir in manchen Fällen so. Und da gibt es einige Parteien, Die Linke ist so eine, deren Mitglieder tatsächlich der Meinung sind, sie wären die einzigen, die moralisch allen anderen überlegen sind. Das ist schwer zu ertragen, weil Demokratie und ein respektvolles Miteinander einander bedingen sollten. Und Meinungsfreiheit, verschiedene Ansichten zu vielfältigen Themen sind doch völlig normal.
Aber zur Kommunalpolitik. Was treibt einen an? Man hat furchtbar häufig die Gelegenheit zu sehr guten und inspirierenden Gesprächen mit noch interessanteren Personen. Die Themenvielfalt, die man in der politischen Arbeit in der Fraktion geboten bekommt, ist spannend. Natürlich redet man manchmal über ein triviales Schild, was irgendwo aufgestellt werden soll, aber auch über Investitionen, strategische Ausrichtung einer Stadtentwicklung oder das Konjunkturpaket II (ganz aktuell). Also richtig nett.
Was einem Kommunalpolitiker abverlangt wird, ist eigentlich im Ehrenamt nicht mehr zu schaffen. Vieles bleibt deshalb auf der Strecke. Ob Frau, Familie, Freunde oder andere Hobbys. Aber das ist eine andere Geschichte.
Marcus Reif
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