Die Schreckensbotschaften aus der Finanzbranche sind weniger geworden. Nun überlagern die nachfolgenden Diskussionen die Medien - Staatsfinanzen. Frei nach John Maynard Keynes haben die Staaten eifrig in Konjunkturprogramme und Abwrachprämien investiert. Das hat uns durch die Krise geholfen. Die Rechnung bringt der Kellner aber meist zum Schluss. So auch nun.
Die Krise hinter der Krise beschreibt bei diesem Blog nun aber nicht die Finanzmisere auf den Kapitalmärkten, sondern die Auswirkungen auf die Unternehmen selbst. Alle Unternehmen haben sich einer Schrumpfkur unterzogen. Viele haben an allem möglichen gespart. Marketingausgaben, Personalentwicklung bis hin zu Modernisierungs- und Investitionsmaßnahmen. Dies führt zum einen zu einem Investitionsstau, der gerade bei Produktions- und Fertigungsanlagen sowie IT-Hardware, -Software und -Architekturen zu immensen Kosten ansteigen wird.
Darüber hinaus - viele können ein Lied davon singen - steigt die Arbeitsbelastung und Durchsatzraten auf den Mitarbeiter gerechnet. Diese Überbelastung wird auf Dauer auf Motivation und somit Fluktuation sowie zu krankheitsbedingt ansteigenden Ausfällen führen. Die Wertschöpfung je Mitarbeiter und der im Six-Sigma-Management beschriebene WIP-Koeffizient (Work-in-Process) sinken, das Resultat sind eine hohe Fehlertoleranz, geringerer Output und unterm Strich eine deutlich reduzierte Wertschöpfung. Fluktuation und die daraus resultierenden Kosten für Ausfallkompensation, Wissensverlust, Personalgewinnung, Einstellung und Ausbildung kann man gar nicht valide genug kalkulieren.
Eines kann man als These allerdings festhalten: bei der Kürze der Krise und bei nachhaltiger Wirtschaftsbelebung dürften die unternehmerischen Kostenreduktionen zu einem deutlich höher liegenden Neuinvest führen. Somit erreicht die Krise ein wirtschaftswissenschaftlich interessantes Terrain.
Beste Grüße
Marcus Reif
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