Wenn man auf Twitter und in den Nachrichtenportalen liest, werden überall die Trends für das neue Jahr behandelt. Interessant fand ich diese beiden hier: POLITISCHE TRENDS 2011 – Kein gutes Jahr für Blender und Ideologen sowie die nachfolgende Studie der Firma Dell über die sich entwickelte Belegschaft. Dabei kurz der Hinweis auf einen tollen Aphorismus:

„Prognosen sind schwierig, besonders wenn sie die Zukunft betreffen.“
(zugeschrieben Karl Valentin, Mark Twain, Winston Churchill u.a.)

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The Evolving Workforce – the Workforce Perspective

Die deutsche Wirtschaft war in den vergangenen drei Jahren, die unter dem Zeichen beharrlich düsterer Wirtschaftsnachrichten standen, eine der wenigen Erfolgsgeschichten. Vieles davon beruhte auf einer soliden Finanz- und Produktionsumgebung mit hochqualifizierten, treuen und fleißigen Angestellten und umsichtigen mittel- und langfristigen Investitionsplänen. Jene Unternehmen und Tendenzen ragten bei den Umfrageantworten deutlich heraus.

Deutsche Arbeitskräfte zeigten große Begeisterung für das Internet, und 81 % bezeichneten es als Möglichkeit zur Leistungssteigerung am Arbeitsplatz. Zudem scheinen sie eine moderne, vertrauensvolle Beziehung zu ihren Arbeitgebern zu haben: 87 % gaben an, dass ihr Arbeitgeber ihnen einen verantwortungsvollen Umgang mit den Mitteln des Unternehmens zutraue.

Es gab jedoch auch drei Bereiche, die Anlass zu leichter Besorgnis geben. Erstens hinkt der Staatssektor dem privaten Sektor leicht hinterher. Es wäre ein Leichtes, dies überzubewerten: Es ist jedoch nicht so, dass der Staatssektor schlecht dasteht, sondern vielmehr sticht der Privatsektor leistungsmäßig heraus – besonders bei Finanzdienstleistungen und in der Produktion. Ob es um die Aufnahme neuer Arbeitsmodelle, die Beurteilung von Angestellten nach Leistung statt Arbeitszeit, die Interoperabilität von Arbeitsgeräten oder um andere Maßnahmen geht, waren die Leistungen des Staatssektors hinreichend, aber nicht ganz so gut wie bei den Banken und Fabriken. Hier besteht ganz klar Raum, von diesen zu lernen.

Zweitens war bei all unseren Antworten bemerkenswert, dass ältere Arbeitskräfte in Deutschland den technologischen Fortschritt und das Internet äußerst ernst nehmen und sich Sorgen machen, den Anschluss zu verlieren, und dass sie deshalb alles Mögliche tun, um mit jeder Neuerung Schritt zu halten. Deutsche Arbeitgeber könnten mehr unternehmen, um ihre Ängste zu senken, dass sie durch Technologie ersetzt werden könnten.

Schließlich gab es in verschiedenen Bereichen seltsame Anzeichen von Pessimismus gegenüber der Zukunft. Bei Themen wie Vertrauen zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, Überwachung der E-Mails von Angestellten und der freien Arbeitseinteilung gaben unsere Befragten an, dass sie mit dem gegenwärtigen Zustand zufrieden seien, dieser sich aber verschlechtern dürfte. Deutsche Arbeitgeber müssen diese schleichende Negativität wahrnehmen und bereits jetzt etwas dagegen tun.

Die Ergebnisse für Deutschland

  • Trend 1: Crowdsourcing und Schwarmauslagerungsdienste
  • Trend 2: Beurteilung von Produktivität nach Arbeitsleistung statt Arbeitszeit
  • Trend 3: Änderungen bei der Verwendung von Geräten
  • Trend 4: Zusammenarbeit und Konflikte zwischen verschiedenen Generationen
  • Trend 5: Werte statt Regeln
  • Trend 6: Die Vielseitigkeit der IT-Manager
  • Trend 7: Arbeitnehmergesteuerte Innovationen

Die komplette Studie lässt sich unter dell.de – The Evolving Workforce – the Workforce Perspective  herunterladen.

Beste Grüße

Marcus Reif

verfasst durch Marcus K. Reif
Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif