Ja, das ist in der Tat so. Und in manchen Berufsfeldern ist der von Ed Michaels getaufte "War for Talents" schon deutlich präsenter. In Deutschland findet dieser bereits merklich bei Ingenieuren und IT-Spezialisten statt. Gerade die Informatiker, derzeit rund 130.000 Studierende in Deutschland, sowie die Ingenieure, aktuell im Maschinenbau rund 135.000 Studierende in Deutschland, sind ein knappes Gut an Neueinsteigern. Eine gute Gelegenheit, mal einen Blick auf die aktuellen Bedarfe in Deutschland zu werfen.
Die derzeit stark nachgefragten IT-Fähigkeiten sind:
Programmierung und Anwendungsentwicklung
IT-Projekt-Management
Netzwerke, Architekturen und Infrastrukturen
Sicherheit/Security
Datenbanken, Datawarehouse, Business-Intelligence
Workplace-Technologien (insb. Cloud-Computing und Virtualisierung)
Die Frage ist nicht, ob wir Zuwanderung von Experten brauchen, sondern wie schnell diese vorgenommen werden kann. Der hiesige Markt der Hochschulen gibt pro Jahr gut 28.000 Studierende her, die den Berufseinstieg im IT-Umfeld suchen. Der Arbeitsmarkt fordert allerdings rund 70-100.000 qualifizierte ITler. Der Engpass ist völlig klar und gerade deshalb ist der "War for Talents" aus dem Jahre 1997 keine krude Zukunftsthese, sondern echte Realität.
Beste Grüße
Marcus Reif