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Meine Projekte
"Goldene Regeln für schlechtes
HTML"
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Krawatte?! | Webdesign | Checkliste
- Das Wichtigste zuerst: Lesen Sie keine
Anleitungen, FAQs, Readme-Files zu HTML. Reine Zeitverschwendung.
In den Newsgroups und Foren gibt es genug kompetente Leute,
die mit großer Geduld immer wieder dieselben einfachen
Fragen beantworten. Völlig kostenlos noch dazu! Konsequenterweise
sollten Sie an dieser Stelle aufhören zu lesen. Wer
trotzdem weiterliest, macht das auf eigene Gefahr. Eltern
haften für Ihre Kinder.
- Benutzen Sie immer die allerneuesten Tags,
die möglichst nur die alleraktuellsten Browser beherrschen.
Das ist vor allem dann wichtig, wenn die Informationen,
die Sie anbieten, ein breites Publikum erreichen sollen.
Nur so werden sich alle immer die neuesten Beta-Browsers
holen und die Entwicklung wird rasant vorangetrieben.
So kann zur Zeit nur der Netscape Navigator 4 beta (Communicator)
den <LAYER> - Tag, mit dem man
Fensterbereiche übereinander plazieren kann. Genauso
verhält es sich mit dem <IFRAME>
- Tag, mit dem dasselbe beim Microsoft Explorer möglich
ist. Die beiden Browser gibt es schon seit geraumer Zeit.
Genug Zeit zum Updaten. Die neuen Tags sofort verwenden!
- Empfangen Sie Ihre Besucher mit einer schönen
Frames - Seite. Verzichten Sie auf komplizierte <NOFRAME>
Bereiche, die den Besucher nur in Verwirrung stürzen.
Wer keine Frames kann, muß sich entsprechenden Browser eben
besorgen. Siehe auch nächster Tip.
- Breiten Sie auf der ersten Seite eine große
Zahl möglichst animierter Buttons aus, die zu den Sites
mit allen verschiedenen Browsern führen, mit denen
Ihre Seite am besten betrachtet werden soll. Sie beweisen
damit, wie toll Sie sich in der Szene auskennen. Vergessen
Sie auch nicht, den Verweis dann auf die Hauptseite der
Firma und nicht etwa auf die Downloadseite zu setzen. Der
Besucher ist Ihnen dankbar, wenn er sich ausführlich
durch viele Verzeichnisebenen klickern darf, bevor er dann
tatsächlich den Browser seiner Wahl downloaden kann.
- Benutzen Sie viele und große Grafiken.
So muß sich kein Brillenträger mit briefmarkengroßen
Abbildungen die Augen belasten und Sie können Ihr grafisches
Talent voll präsentieren. Nebenbei wird so der Druck
auf alle Beteiligten erhöht, endlich für mehr
Bandbreite im Netz und damit Übertragungskapazität
zu sorgen.
Speichern Sie Ihre Grafiken grundsätzlich mit voller
Farbtiefe und möglichst geringer Kompression. Schließlich
soll ja die volle Qualität beim Betrachter ankommen.
Jeder ist selbstverständlich bereit, dafür lange
Ladezeiten in Kauf zu nehmen. Bestimmt!
- Codieren Sie keine Sonderzeichen und Umlaute.
Schreiben Sie ohne dieses lästige ä oder ß
frisch von der Leber weg. Wenn Ihre Besucher Ihre Seiten
ohne Zeichensalat lesen wollen, sollen sie gefälligst
das gleiche Betriebssystem und denselben Zeichensatz benutzen
wie Sie. Denn Ihres ist zweifellos das optimale Computersystem.
Sonst würden Sie es ja nicht benutzen, oder?
- Verwenden Sie zur Navigation immer große
Imagemaps und verzichten Sie darauf, Verweise alternativ
auch als Text anzubieten. Die Textzeilen stören Ihre
mühevolle Gestaltung und der Betrachter klickt sich
womöglich weiter, noch bevor die Grafik ganz geladen
ist. Auf jeder Seite sollte eine komplette neue, schöne
große Imagemap - leicht verändert - die Navigation
übernehmen.
Wenn Sie die Begrüßungsseite ausschließlich mit einer
Imagemap ohne eine Zeile Text gestalten, können Sie
ruhig ausnahmsweise einen grafischen Link auf eine Textversion
einbauen. Ihr guter Wille wird erkennbar, das reicht vollkommen
aus. Es ist absolut unerheblich, daß der Link von Text-Browsern
und solchen mit abgeschalteter Grafikoption weder angezeigt
wird noch anklickbar ist.
- Bauen Sie so viele Animated Gifs und Java
Applets ein wie nur möglich. Das Netz krankt immer
noch an seiner statischen Präsentation. Bringen Sie
ein bißchen Bewegung in den Laden! Je mehr gleichzeitig
zu sehen sind, desto besser. Siehe auch Regel 14.
- Ganz oben auf der ersten Seite muß ein
- möglichst animiertes - Baustellenschild plaziert
sein. Zumindest müssen Sie den Besucher frühestmöglich
darauf hinweisen, daß die kommende Site "Under Construction"
ist und dauernd geändert wird. Denn das ist absolut
ungewöhnlich im WWW.
- Die Statuszeile der Browser ist ein prima
Platz für Zusatzinformationen, die nicht auf die Seite
passen. Es gibt so viele JavaScripten zur freien Verfügung.
Ein schöner langer Scrolltext bringt die Info ohne
Umwege direkt zum Betrachter. Wer will schon wissen, ob
und wie lange noch nachgeladen wird oder wie die URL des
Verweises ist, über den man mit dem Mauszeiger fährt?
Kein Mensch.
- Vereinfachen Sie die Navigation innerhalb
eines Dokumentes, indem Sie auf jegliche internen Links
verzichten. Fürs Blättern gibt es schließlich
die eingebauten formschönen Buttons des Browsers, zum
Scrollen dient die gleichnamige, serienmäßig mitgelieferte
Leiste rechts. Wozu den Leser mit internen Links, wie "zurück
zum Seitenanfang" verwirren?
- Lassen Sie bei Bildreferenzen die Angabe
zu Breite, Höhe, und alternativem Text im <IMG>
- Tag weg. Erstens weiß das Bild selber, wie groß es
ist und Sie können sich die Arbeit sparen. So gerät
auch das HTML-Dokument kompakter und wird schneller geladen.
Zweitens werden die Netscape-Programmierer zusätzlich
unter Druck gesetzt, JavaScript endlich ohne die lästigen
<WIDTH=...> und <HEIGHT=...>
funktionieren zu lassen.
Drittens steht dann Ihr Text immer dicht zusammen und springt
lustig auseinander, wenn die dazwischen liegende Grafik
geladen wird. Noch ein Beitrag zu mehr Bewegung im Netz.
- Vor allem bei Grafiken, die als Verweis-Buttons
dienen, ist es enorm wichtig, die <ALT=...>-Angabe
(die erscheint, wenn die Grafik nicht geladen ist - aber
das wissen Sie ja) wegzulassen. Sonst könnte ja jemand
auf die Idee kommen, auf einen Button zu klicken, der noch
gar nicht geladen ist und Ihre ganze Arbeit für diesen
Button wäre für die Katz.
- Benutzen Sie so viele Gimmicks und Frames
wie nur irgend möglich. Das bringt den Betrachter nicht
in die Verlegenheit, sich auf irgend etwas konzentrieren
zu müssen. Er kann vielmehr alles auf einmal genießen.
- Eine hohe Zahl möglichst kompliziert
geschachtelter Frames mit Kreuz- und Querverweisen und ständigem
Nachladen beweist allen Besuchern, wie sehr Sie die Fähigkeit
haben, komplexe Materie zu durchdringen und zu beherrschen.
Viele Aufträge als Webdesigner sind Ihnen sicher.
- Verwenden Sie immer bei Frames den <NORESIZE>
tag. Es ist eine Frechheit von Seitenbesuchern zu glauben,
sie könnten die geniale Bildschirmaufteilung des Autors
ändern. Schließlich haben Sie sich was dabei gedacht!
Jeder ist selber schuld, wenn er mit vorsintflutlichen 14
Zoll Monitoren arbeitet und daher die Grafiken nicht ganz
im Fenster angezeigt bekommt oder jede Zeile einzeln scrollen
muß.
- Verwenden Sie in zentralen Aussagepunkten
möglichst viele(!) Ausrufezeichen!!! Nur so(!) können
Sie erreichen, daß zentrale Aussagen niemals(!!!) übersehen
werden!!!!!!
- Text muß , damit
er gelesen wird. zumindest
ein die durch stetiges auf sich ziehen.
Sie das Weiterklicken ,
wenn Sie auch die lassen. sozusagen.
- Schreiben Sie immer für einen bestimmten
Browser; verraten sie aber nicht für welchen. So gewinnen
Sie auch die Freunde des interaktiven Agierens, die das
bewußte Herausfinden von Inkompatibilitäten schätzen
und oft bei Ihnen vorbeischauen. Nebenbei lernen die Besucher
noch, was ihr Browser alles nicht kann und haben beim nächsten
Mal bestimmt den richtigen dabei.
-
Benutzen Sie ungeniert Grafiken,
Fotos, JavaScripts und Applets von anderen Seiten und
machen Sie sich keine Gedanken über Copyrights. Die
sind nur was für Langweiler, die die Zeichen der
Zeit nicht erkannt haben. Nur die "Link me" Buttons können
Sie rechts liegenlassen. Wer will die schon?
- Entwerfen Sie immer für eine bestimmte
Bildschirmauflösung. Am besten 1280 x 1024. Sie gewinnen
Gestaltungsfreiraum. Machen Sie sich keine Gedanken über
Leute mit kleineren Bildschirmen. Diese sind nur noch sehr
vereinzelt anzutreffen; zudem gibt es ja die horizontale
Scrolleiste.
- Nutzen Sie ausgiebig das horizontale Scrolling.
- Verschleiern Sie nach besten Kräften
die inhaltliche und logische Struktur Ihrer Seiten. Nichts
verwirrt den Besucher mehr als ein klares Konzept. Schließlich
ist das Netz ja auch chaotisch und unstrukturiert aufgebaut.
Da können Sie nicht einfach einen Kontrapunkt setzen.
- Wenn Sie eine Linkseite einbauen, überraschen
Sie Ihre Besucher mit Verweisen zu Suchmaschinen wie Alta Vista und Yahoo. Die kennen die allerwenigsten und
sind Ihnen dankbar für die Orientierungshilfe. Oder,
noch besser: Plazieren Sie die Links gleich auf der Einstiegsseite,
ganz oben. Denn der Grund für den Besuch Ihrer Seite
ist bestimmt immer der, sofort zu den schicken Suchmaschinen
zu entschwinden.
- Ihre internen Links sollten Sie so unauffällig
oder wenigstens so rätselhaft wie möglich präsentieren.
Einige überraschende Verweise tragen ganz erheblich
zur Attraktivität der Seiten bei.
- Bauen sie oft Riesendokumente, die lange
Ladezeiten benötigen. Unterlassen Sie es bitte, darauf
hinzuweisen, daß dem Verweis ein umfangreiches Dokument
folgt. So nehmen Sie dem Besucher nicht die Vorfreude auf
einen gelungenen Download. Auch wenn Sie eine Datei zum
Download anbieten, ist es nicht nötig, deren Größe
zu nennen. Wozu gibt es schließlich moderne Browser, die
die Downloadzeit kalkulieren?
- Verwenden Sie bei jeder Gelegenheit viele unterschiedlich große
und farbige Fonts. Die Lesbarkeit wird enorm verbessert, Sie erreichen
eine gesteigerte Aufmerksamkeit, mehr Lesefreude und der
Betrachter freut sich zu sehen, wie viele Farben
es doch gibt. Wenn Sie die Schrift dann auch noch lassen, wird die
Begeisterung keine Grenzen kennen.
- Alternativ können Sie auch auf jegliche
farbige und strukturelle Gestaltung verzichten. Ein schönes,
harmonisches Grau mit leuchtend schwarzer Schrift schafft
einen gediegenen Kontrapunkt zu all der verkrampften Buntheit
im Netz. Verzichten Sie dann auch auf jegliche Formatierung,
auf Absätze, Gliederungspunkte und Unterteilungen.
Es geht doch nichts über einen gepflegten Textblock
über 927 Zeilen. So ziehen Sie den Leser garantiert
in Ihren Bann
- Gestalten Sie öfter mal monochrome
Seiten. Graue Schrift auf schwarzem Hintergrund ist zum
Beispiel eine enorm augenschonende Kombination. Passen Sie
gerne auch mal die Farbe der Links der des Hintergrundes
an. Die Optiker Ihrer Besucher werden es Ihnen danken.
- Kleben Sie eine schöne weißgraue
Rauhfasertapete als Seitenhintergrund auf. Wie in Ihrem
Wohnzimmer. Sowas hat sonst niemand. Man fühlt sich
gleich wie zu Hause. Oder eine wilde, psychedelische Komposition.
Schließlich sind die siebziger mega-in, nicht wahr?
- Machen Sie keinen Offline - Probelauf
ihrer WWW - Site. Die Pop-up Fenster der Fehlermeldungen
bei JavaScript und bei fehlenden Grafiken haben einen ganz
eigenen, ästhetischen Reiz, den Sie Ihren Besuchern
nicht vorenthalten sollten. Ein überraschender Link
auf eine nichtexistente Seite oder in ein fremdes Frameset
bringt immer wieder außergewöhnliche interaktive Momente
in das Geschehen.
Wenn Sie Pages
auf CD oder Diskette weiterverbreiten, vielleicht sogar
auf PC weltweit, kümmern Sie sich
nicht um eingebaute Images. Die Browser-eigenen "hier fehlt
ein Bild" - Platzhalter sieht man so selten, daß alle Empfänger
furchtbar dankbar sein werden, dieses ästhetische Erlebnis
wieder einmal genießen zu dürfen. Nebenbei, Sie sparen
massig Platz auf dem Datenträger; das ist besonders
wichtig bei der knappen Speicherkapazität von CDs.
- Mischen Sie die Schreibweise bei Verweistags
schön bunt; mal groß, mal klein. Sie haben es auf einem
Windows Rechner wunderbar einfach - denn dort wird zwischen
Groß- und Kleinschreibung von Dateinamen nicht unterschieden
und die Links funktionieren tadellos - und bereiten dem
Unix - Betrachter die Freude, nicht funktionierende Links
nachzubearbeiten. Unix unterscheidet sehr wohl zwischen
Groß- und Kleinschreibung von Dateinamen. Sie werden viele
Freunde gewinnen, denn Unixxer sind für ihre Bastel-
und Tippfreudigkeit bekannt. Die gleiche Freude können
Sie auch Ihren Besuchern mit anderen Systemen machen, wenn
Sie Ihr Zuhause erstelltes Projekt auf einen Unix Server
legen. Und das sind fast alle.
- Beantworten Sie jeden negativen Kommentar
zu ihrer Seite mit Verständnislosigkeit. Machen Sie
die Software des Schreibers für schlechtes Anzeigen
oder Funktionieren Ihrer Seite verantwortlich, stellen Sie
seine Kompetenz in Internet-, Computer- und Lebensbelangen
generell in Frage oder schreiben Sie gleich eine Haßmail;
schließlich sind die anderen alle Idioten.
- Alternativ können Sie auch auf jeden
Mailto - Button verzichten. Sie demonstrieren damit mit
gelassener Ruhe, wie sicher und selbstverständlich
Sie die hohe Qualität Ihrer Seiten beurteilen. Wer
braucht schon Feedback vom Volk?
Wenn sich es denn gar nicht vermeiden läßt, gestalten
Sie den Mailto - Link so aufwendig wie nur möglich.
Ein paar Java-Applets mit fliegenden Briefen, Hunden oder
Klobürsten, gern mit ein paar Animated Gifs kombiniert
wird nur die Profis ermutigen, Ihnen ein paar Lobesworte
zu spenden. Die popeligen Amateure mit weniger als 64 MB
RAM stürzen garantiert vorher ab.
- Verzichten Sie auf Meta - Informationen
im Header. Die werden schließlich nicht angezeigt. Die Suchmaschinen,
die die ersten 200 Zeichen eines Dokumentes indizieren und
als Suchergebnis präsentieren, werden jedem stolz Ihren
JavaScript - Code oder bei Frames gar nix anzeigen. Der
Suchende weiß dann sofort, daß da ein Profi am Werk ist
und macht sich unverzüglich auf die Socken zu Ihrer
Seite. Auch wenn er keine Ahnung hat, was da draufsteht.
Bestimmt!
- Plazieren Sie einen Besucherzähler
ganz oben auf der Seite. Vor allem Zähler mit grafischen
Ziffern brauchen oft ein gediegenes Weilchen, um den Zählerstand
zu übertragen. Oder, um ein freundliches "Busy" anzuzeigen.
Der weitere Seitenaufbau wird schön verlangsamt, manchmal
gar gestoppt. Eine willkommene Gelegenheit für Ihren
Besucher, mal wieder über den Sinn des Lebens zu meditieren,
ohne durch einen fortschreitenden Seitenaufbau gestört
zu werden. Zudem wird der Besucher gleich zu Beginn mit
der Information versorgt, die ihn am allermeisten interessiert.
- Teilen Sie Ihren Besuchern mit, daß sie
jetzt endlich da sind - auf Ihrer Seite. Hierzu benutzen
Sie am besten eine schöne, knackig bunte, große Grafik
ganz mutterseelenallein auf einer Begrüßungsseite.
Welches Bild, ist völlig egal. Am besten ist es, wenn
diese Grafik nichts mit dem Thema der Seite selber zu tun
hat. Einen kleinen Hinweis, wo zum Weiterkommen hinzuklicken
ist, können Sie, müssen sie aber nicht einfügen.
Wer das nicht rauskriegt, hat auf Ihrer Site sowieso nix
verloren. Wo jeder eine Imagemap erwartet, überraschen
Sie Ihre Besucher mit einem, äh, Bild. Nur so.
Endlich wird die Bandbreite mit Sinnvollem und Kreativem
gefüllt! Diese Nummer ist ganz besonders beliebt bei
Werbeagenturen. Und Grafikern. Und Grafikhochschulen. Und
das sind schließlich die Profis, die haben´s drauf. Also
sofort nachmachen.
- Wenn Teile Ihrer Site noch nicht fertiggestellt
sind, lassen Sie sich das nicht anmerken. Es ist viel spannender,
wenn der Besucher selber feststellt, daß hinter jedem Button
dieselbe "Noch-nicht-fertig" Seite kommt. Wenn Sie die Besucher
besonders erfreuen wollen, gestalten Sie diese Seite so
aufwendig, daß sie erst nach dem Laden einer üppigen
Grafik merken, daß es sich um einen Baustellenhinweis handelt.
- Betonen Sie bei jeder Gelegenheit, daß
Sie etwas ganz besonderes und "anderes" anzubieten haben.
Wenn sie das nicht tun, merkt es womöglich keiner.
Vor allem dann, wenn Sie Webdesigner sind.
- Gestalten Sie Dokumente ohne eine einzige
Zeile Text. Endlich können Sie sämtliche Restriktionen
dieser altertümlichen, prähistorischen Seitenbeschreibungssprache
vergessen und Ihr grafisches Talent voll ausleben. Kein
langweiliger Standard-Times-Font mehr, plazieren Sie den
Text in der Schrift Ihrer Wahl auf der
Seite. Sie können so Grafiken und Text optimal aufeinander
abstimmen. Elegant ist es, wenn Sie auf <ALT>-
und <WIDTH>-Angaben verzichten. Dann
werden nämlich diese häßlichen leeren Rahmen nicht
angezeigt, wenn die Grafik noch nicht geladen ist (Siehe
auch Regeln 12 und 13) und die Grafiken haben genug Raum, um zu wirken.
Der Besucher freut sich maßlos, denn er darf voller Erwartung
den kompletten Aufbau der Seite erwarten, ohne sich vorher
mit der Aufgabe konfrontiert zu sehen, sich auch nur ansatzweise
orientieren zu müssen.
- Rechtschreibung ist driviahl. Wenn Sie
sich nicht sicher sind, wie ein Wort geschrieben wird, schreiben
sie es einfach soh, wie es geschprochen wird. Durch die
Rächtschraibreform kennt sich eh keiner mehr aus und
Sie sind fein raus. Es braucht Ihnen wirklich nicht peinlich
zu sein, "Standart" statt "Standard" zu schreiben. Wörterbücher
sind out und die Wörter CD Roms viel zu teuer. Wenn
Sie doch einmal erwischt werden, beherzigen Sie einfach
Regel 34
- Verschweigen Sie nichts, schon gar nicht
Ihre interessanten Hobbys, die Schuhgröße Ihrer Freundin,
die Farbe des Wohnzimmerteppichs, den Durchmesser Ihrer
Lieblingsherdplatte. Auf solche Informationen kann die Netzgemeinde
mit Fug und Recht stolz sein.
- Packen Sie ihre gesamte, große Seite in
einen einzigen Tabellenrahmen. Sie erreichen damit nicht
nur eine schicke Formatierung mit eleganten Seitenrändern,
sondern ermöglichen dem Besucher auch, sich zwischendurch
anderen, wichtigen Tätigkeiten zu widmen, denn der
Tabelleninhalt wird immer erst dann gezeigt, wenn der komplette
Inhalt der Tabelle geladen ist. Bei großen Seiten und ebenso
großen Tabellen ermuntern Sie so Ihre Besucher, wieder mal
eine Reinigung des Bildschirmes vorzunehmen, während
er die leere Mattscheibe anstarrt, denn dann fällt
der Schmuddel ganz besonders ins Auge. Sie leisten einen
wertvollen Beitrag zur Bildschirmhygiene!
- Vereinheitlichen Sie die Linkfarben. Definieren
Sie die Parameter <LINK> und <VLINK>
im Body-Tag, die die Farbe Ihrer Links im HTML - Dokument
festlegen, identisch. Das schafft ein einheitliches Aussehen
und bietet den Besuchern erheblichen Mehrfachnutzen: Wer
sich nicht merken kann oder will, wo er schon hingeklickt
hat, dem ermöglichen Sie, diese kleine Geistesleistung
zu trainieren. Auch dann, wenn das Ziel Ihrer Verweise nicht
eindeutig im Text zu erkennen ist, wird der Besucher immer
wieder auf denselben Seiten landen und freudig Ihre Informationen
viel gründlicher aufnehmen können.
Ganz und gar ideal wird die Auseinandersetzung mit Ihrem
Text ausfallen, wenn Sie die Farbe des Textes und die Farbe
der Links in derselben Farbe definieren.
- Ohne JavaScript geht nix. Noch bevor eine
einzige Zeile Ihrer Seite angezeigt wird, sollten sie das
Geladenwerden von einem JavaScript abhängig machen,
zum Beispiel die Wahl der Sprache oder die Wahl der Toilettenbrillenfarbe
oder -marke. Wer einen Browser benutzt, der kein JavaScript
kann, hat auf ihrer Site absolut nichts zu suchen!
Links, die über JavaScript definiert sind, sind den
normalen eindeutig vorzuziehen. Sie beeindrucken den Besucher
mit Ihren tollen Programmierkenntnissen und deaktivieren
den lästigen Back-Button des Browsers. Wer braucht
den schon?
Geben Sie die URL Ihres Dokumentes nicht
noch einmal im Dokument selber an. Schließlich steht die
ja beim Aufrufen in der URL - Leiste des Browsers. Das ist
vor allem bei Dokumentationen oder Seiten von dauerhafterer
Verwendung wichtig. Sie möchten bestimmt viele Mails
bekommen, denn jeder, der Ihr Dokument gespeichert, aber
nicht gebookmarkt hat, oder lediglich einen Ausdruck besitzt,
wird Sie anmailen und fragen, wo es die aktuelle Version
denn gibt.
- Weisen Sie den Besucher unverzüglich
darauf hin, welchen Systemfont er gefälligst im Browser
einzustellen hat, um Ihre Seiten angemessen betrachten zu
können. Am besten weisen Sie darauf hin, daß der Besucher,
sollte dieser Font nicht vorhanden sein, sofort wieder verschwinden
soll. So beweisen Sie, daß Sie nicht nur die Gestaltung
perfekt im Griff, sondern auch die Besonderheiten von HTML
vollständig durchdrungen haben.
- Erzeugen Sie Dynamik durch ständiges
Nachladen. Vor allem beim Einsatz von Frames lassen sich
tolle Effekte erzielen, wenn Sie die einzelnen Fenster möglichst
oft mit verschiedenen Seiten, Inhalten, Bildern, Animationen,
Java Applets, Farben füllen und wechseln. Sie werden
fast die Qualität von hochwertigen Fernsehzapping-Sessions
erreichen. Darauf warten wir sehnsüchtig. Alle.
- Ignorieren Sie die Standard - Farbpalette,
die die Browser, allen voran Netscape, für optimale
Darstellung eingebaut haben, um auch Systemen mit nur 256
Farben eine gute Darstellung zu ermöglichen. Erstens
haben solche prähistorischen Geräte sowieso nix
mehr im Netz verloren und zweitens, ... , zweitens mache
ich es auch. Berufen Sie sich im Zweifelsfall darauf.
- Linken Sie fremde Seiten in einen eigenen
Frame. So haben Sie die totale Kontrolle über den weiteren
Weg des Surfers und halten ihn auf Ihrer eigenen Site fest.
Die URL der neuen Seite wird glücklicherweise nicht
angezeigt, auch die Seitenaufteilung der fremden WWW-Präsentation
paßt sich dank HTML der Ihrigen an, aus der Interferenz
der Farben und Gestaltung können neue tolle Kompositionen
erwachsen. Ganz besondere Begeisterung werden Sie in Kombination
mit dem <noborder> Tag ernten. Der auf diese Weise
Gelinkte wird Sie lieben!
- Kündigen Sie Updates weit im Voraus
an und nennen Sie einen genauen Termin. Zum jeweiligen Zeitpunkt
wird sich Ihre Besucherzahl deutlich erhöhen. Seien
Sie dann nicht so kurzsichtig und bieten dann tatsächlich
neue Seiten oder die versprochene Überarbeitung. Erstens
soll jeder sehen, wie überbeschäftigt Sie sind
und zweitens sollen die Leute ruhig später noch ein
weiteres mal hereinschauen. Hohe Besucherzahlen sind schließlich
ein Qualitätsbeweis.
- Wenn Sie eine neue Seite bekanntmachen
wollen, ob in einem Forum, einer Mailingliste oder Newsgroup,
dann schreiben Sie einfach: "Neue, tolle Seite. besucht
mich!" ohne weitere Angaben zum Inhalt. Es gibt so unglaublich
wenige Seiten im Netz, so daß ein jeder, der die Info bekommt,
sofort gierig gucken kommt, was da geschrieben sein mag.
Katzen im Sack, die noch dazu Geld kosten, waren schon immer
ein begehrtes Gut.
- Üben Sie sich im Plätzchenweitwurf.
Cookies (Plätzchen) werden von verschiedenen Webautoren
benutzt, um Einstellungen beim Besucher zu speichern. Wenn
Sie schon Cookies verwenden wollen, dann viele. Wer klickt
nicht fröhlich jedes einzelne Fensterchen vom Bildschirm,
das fragt, ob das Cookie akzeptiert werden soll? Wer entrümpelt
nicht gern beim Frühjahrsputz das Cookies-Verzeichnis?
Gönnen Sie den Leuten Ihren Spaß.
- Erfreuen Sie die Kryptologen und Denksportler
unter Ihren Besuchern, indem Sie sowohl Verzeichnis- als
auch Dateinamen mit abwechslungreichen, sinnfreien Zahlen-
und Buchstabenkombinationen versehen: Nebenbei weiß so jeder
gleich, was Sache ist. Und leicht zu merken ist es auch.
- Referenzieren Sie Überraschungsgrafiken.
Wer vermutet schon hinter einem 50 x -50 Pixel-Bildchen
eine 320 kB-Grafik, die nur trickreich mit Hilfe der WIDTH
und HEIGHT tags kleinskaliert wurde? Der oder die Beglückte
hat eine Reihe entscheidender Vorteile:
- Er bekommt eine Überraschung. Damit liegen Sie voll
im Trend, wie der reißende Absatz der gleichnamigen
Schokoladeneier beweist.
- Sie hat ein paar satte Bytes auf ihrer Festplatte
liegen. Damit liegen Sie zum zweitenmal im Trend, wie
die fallenden Preise für Festplattenspeicher beweisen.
- Er glaubt, die Seite sei klein und leicht und ruckzuck
geladen. Damit liegen Sie schon wieder im Trend, wie
der reißende Absatz von "Light" - Produkten zeigt.
- Sie kann das Bildchen, ohne noch mal online zu gehen,
irgendwann mal in Originalgröße sehen, wenn sie
es im Cache findet.
- Die Internet - Verbindung wird voll ausgenutzt. Keine
sich langweilenden Elektronen. Alles in Bewegung.
- Seien Sie modern und ziehen Sie klare
Grenzen. Alle diejenigen, die auf der Höhe der Zeit
in Puncto Browserversion und Plug-In Update sind, bekommen
Ihre fabelhaften Inhalte zu sehen. Wer immer noch die Versionen
von letzter Woche verwendet, bekommt bestenfalls eine Fehlermeldung.
Wenn überhaupt. Ein schweigend leerer Bildschirm wird
den Nachzügler schon eines Besseren belehren.
- Benutzen Sie für Ihre Dateinamen
immer lange Bezeichnungen, mindestens neunBuchstaben. So
verhindern Sie, daß sich Benutzer vorsintflutlicher Betriebssysteme
Ihrer Informationen bemächtigen und diese womöglich
noch mal offline in Ruhe lesen. Das gilt erst recht für
zum Download angebotene Projekte. Denn DOS schrumpelt die
Namen auf das schon im Mittelalter beliebte 8.3 Format -
und keine einzige Referenzierung wird mehr stimmen. Sie
leisten einen wertvollen Beitrag zur Rundumerneuerung des
EDV - Zeitalters.
- Öffnen Sie bei jeder Gelegenheit mit dem
target-Verweis "_blank" ein neues Browserfenster. Oder vergeben
Sie als target nicht existente Namen, das führt zum
gleichen Ergebnis und Sie können zudem ein wenig kreativ
sein. Die Übersicht wird durch klar getrennte Informationsblöcke
enorm verbessert, die Ressourcen des Rechners durch eine
Menge Browserkopien viel besser ausgelastet.
- Nennen Sie statt einem Titel im <TITLE>
- tag noch mal den Filenamen Ihres Dokumentes oder verwenden
Sie verschlüsselte, interne Bezeichnungen. So lassen
Sie geschickt durchblicken, welch hohes Abstraktionsvermögen
Sie doch besitzen. Auch die Suchmaschinen, die den Titel
indizieren, werden sich solchem Abstraktionsvermögen
nicht entziehen können.
Der Titel wird auch in den Bookmarks eingetragen. Ein Grund
mehr, aussagekräftige Titel wie "Index" zu verwenden.
- Kommentieren Sie Ihre Seiten gründlich.
Jeder Absatz, besser jeder einzelne Tag sollte einen <!--
Kommentar --> enthalten. So wissen Sie auch morgen noch,
was Sie heute angestellt haben und der Besucher darf freudig
erregt das Unverhältnis von angezeigtem Text zu Dateigröße
und Ladezeit enträtseln.
- Füllen Sie Ihre Meta-Tags mit aller
Gründlichkeit. Benutzen Sie ungeniert Erweiterungen
wie <meta name="macher" content="Ichbinsgewesen!">,
die zwar kein Browser oder sonst wer versteht, aber das
wissen die Besucher, die mit großen Augen Ihren Quelltext
angucken, ja nicht. Ihre Reputation als genialer Seitenmacher
wird ins Unermeßliche steigen.
- Packen Sie möglichst viel Text auf
eine Bildschirmseite. Am besten verkleinern Sie die Schrift
um 2 oder 3 Grade. Das schafft Platz und eine elegantere
Typographie - und außerdem Arbeitsplätze bei Optikern
und Augenärzten. Ein wichtiger Beitrag zum Aufschwung.
- Schreiben Sie Ihren Besuchern klipp und
klar vor, welche Fenstergröße sie in ihrem Browser
einzustellen haben. Je größer, desto besser, egal,
ob der jeweilige Monitor das unterstützt. Schließlich
haben Sie sich bei der Gestaltung aufs heftigste angestrengt;
es kann ja wohl nicht sein, daß Ihr geniales Layout jetzt
durch ein olles Bullauge angeguckt wird.
- Verzichten Sie auf Anti-Aliasing bei Ihren
Grafiken. Grafikprogramme, die das monitorgerechte Bearbeiten
von Grafiken erlauben sind sowieso viel zu teuer oder wenigstens
viel zu umständlich zu bedienen. Der nette Treppeneffekt
bei Grafiken ohne Kantenglättung weckt immer warme
Erinnerungen an die unvergessenen Tage des Commodore 64
und der DOS-ASCII-Grafik. Gönnen Sie Ihren Besuchern
diese nostalgischen Gefühle.
- Gestalten Sie Ihr Logo auf der Titelseite
riesig, bunt, und animiert. Die absolute Untergrenze für
die Dateigröße ist 50 kB. Wenn Sie das selbst mit riesigen
Abmessungen nicht schaffen, bauen Sie Animationen ein. Sehr
beliebt ist der Effekt der Farbverschiebung. Ein Bildelement
ändert langsam und kaum merklich die Farbe. Um das
hinzukriegen, müssen jede Menge Animationsframes verwendet
werden 30 - 40 sind eine nette Zahl und genau das Richtige
für eine zünftige Dateigröße. Nebenbei schaffen
es solche Riesenanimationen, das gesamte System des Betrachters
schön zu verlangsamen. So hat der Betrachter viel mehr
Zeit, ihre künstlerische Leistung zu bewundern.
- Jeder multimedial ausgestattete Computerbenutzer
freut sich, wenn er beim Besuch Ihrer Seite ein fröhlich
Liedlein entgegengeschmettert bekommt. Und wartet gerne
auch ein paar Minuten darauf, übertragungsmäßig.
Besonders Midi-Musik mit der bekanntermaßen vollen Klangfülle
wird das Gehör erquicken. Treiben Sie ihre Besucher
zur Ekstase!
- Wenn Sie mit Ihrer Site umziehen, hinterlassen
Sie keinen Hinweis auf den Verbleib oder bauen sie einen
fehlerhaften Link. Die Leute sollen wissen, was sie an den
schicken Suchmaschinen haben. Indem Sie sich rar machen,
wecken Sie das Verlangen und die Begierde der Surfer, sich
auf Ihre Site zu stürzen.
- Sie brauchen sich nicht die Arbeit zu machen,
Ihre internen oder externen Links zu überprüfen.
Freundliche Surfer werden Sie schon darauf hinweisen, wenn
etwas nicht stimmt. Wer kriegt nicht gerne Post?
- Wenn Sie schlaue Sprüche absondern,
mit 70 oder so Punkten, schreiben Sie diese alle nacheinander
weg, alle in ein Dokument. Kümmern Sie sich nicht darum,
wie groß das Teil am Ende ist. Seien Sie faul.
Wenn Sie genug wissen, um zu schlechtem HTML zu kommen,
sehen Sie nach, wie gutes HTML gemacht wird. Das Standardwerk
zu HTML von Stefan Münz, SELFHTML, Version 7.0. in
Deutsch ist unter der Adresse http://www.teamone.de/selfhtml/
zu bekommen.
Diese Inhalte sind übernommen von www.karzauninkat.com
Diese Goldenen Regeln werden erweitert und fortgesetzt.
Viele Beispiele sind noch anzuführen.
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. Mein Status bei ICQ:
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