Michael J. Fox als Marty McFly in Zurück in die Zukunft. Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Marty_McFly

Michael J. Fox als Marty McFly in Zurück in die Zukunft. Quelle: wikipedia.org/…/ Marty_McFly

Vor 25 Jahren …

… kam der zweite Teil meiner Lieblingsfilme ins Kino. 1985 kam der erste Teil und 1989 dann der zweite in die Kinos. Die Trilogie “Zurück in die Zukunft” meiner Kindheit feiert am 21. Oktober 2015 um punktgenau 19:28 Uhr einen Meilenstein. Es geht um “Zurück in die Zukunft”, wo der zweite Teil Marty McFly und Doc Brown in die Zukunft führt. Und zwar in die Zukunft aus 1985 betrachtet, die mit dem DeLorean als Zeitmaschine beide zum 21. Oktobers 2015 um genau 19:28 Uhr führt. Wenn der Regisseur Robert Zemeckis dreißig Jahre in die Zukunft blicken musste, brennt man natürlich selbst darauf, zu überprüfen, was davon wahr und nah an der Realität gewesen ein mag. Bei so mancher Technologie lag der zweite Teil nämlich ziemlich nah an der Wahrheit.

Der Flux-Kompensator, der Zeitreisen überhaupt erst möglich macht, wurde über diese Steuerungseinheit bedient. Man sieht, dass die Reise zum 21. Oktober 2015 um 19:28 Uhr geht. 

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Schauen wir mal auf den Trailer:

Hier die technischen Vorhersagen

Hoverboards: also technisch ist das Hoverboard auf einem guten Weg, siehe hier das Video von Tony Hawk auf YouTube. Aber gesellschaftlicher Mainstream sind die Dinger nicht. Also eher unrealistisch.

Hydrierte Pizza: was gäbe man an manchen späten Abenden für eine in 5 Sekunden hydrierte Pizza. Alles in allem aber unrealistisch.

LED/LCD-Displays und Flachbildschirme: das ist die Gegenwart und somit völlig realistisch

Faxgeräte: ich habe sogar noch eins, aber das Internet, E-Mail, Tablets und Smartphones spielen doch eine weitaus größere Rolle. Doch dass das “You’re Fired!!!”-Cusco-Fax aus mehreren Schlitzen und Geräten im Haus kommt, ist doch nonsens. Die flächendeckende Verbreitung von Faxmöglichkeiten im Haushalt also eher unrealistisch

Video-Telefonie: realistisch! Gerade in Zeiten von Skype, Facetime und professionellen Video-Konferenzsystemen aus dem Hause Cisco ist das doch eine ziemlich genaue Prognose des Jahres 2015.

Nike-Schuhe mit Power-Laschen: gibt es, allerdings nur ein einziges Modell von Nike und das auch erst irgendwann dieses Jahr. Da dies keine massentaugliche Innovation ist: unrealistisch

Roboter-Tankstellen: leider nein. Der Tankstellen-Service wurde auf den Kunden übertragen. Unrealistisch.

Gleiches gilt für die automatische Service-Bedienung im Coffee-Shop. Ein Roboter, der uns bedient, ist Gott, sei dank, unrealistisch.

Mr. Fusion: Ein Gerät, was aus Abfällen Energie gewinnt. In dieser Ausfertigung heute nicht vorhanden, aber Biomasse-Kraftwerke gibt es. Also teilweise realistisch

Doc Brown sagte: “Wo wir hingehen, brauchen wir keine Straßen”: unrealistisch. Straßen sind zentraler Bestandteil der Fortbewegung. Fliegende Autos technisch nicht weit verbreitet. 

Zu Beginn des Films versetzte Doc Brown die “neue” Jennifer – habe den Wechsel in der Besetzung sehr bedauert. Claudia Wells war eine tolle Besetzung – mit einem Schlafinduktions-Alpha-Rhythmus-Generator in den Tiefschlaf. Eine solche Technologie ist heute nicht vorhanden. Unrealistisch.

Der antike Mac: realistisch. In dem Antiquitäten-Geschäft, in dem Marty den Sport-Almanach kauft, steht auch ein Apple-Macintosh, der 1984 auf den Markt kam. Ein vergleichbares Produkt ist erst kürzlich für über 300.000 Dollar über den Tisch gegangen. 

Laserdiscs: realistisch.  Gibt CDs, DVDs, virtuelle Speichermedien etc. Aber wer hätte vor 30 Jahren denn schon von iTunes, Netflix, Dropbox und anderen Cloud-Services träumen können?! ;)

An Tablets im weitesten Sinne dachten die Macher aber schon, was man an der Petition zum Erhalt der Kirchturm-Uhr sehen konnte. Das Verfahren, dort zu unterschreiben, gibt es bereits im Sinne von Online-Petitionen oder Kauf-Verfahren mit Fingerabdruck (Apple-Pay). Also realistisch

Smart-Clothes sind hingegen unrealistisch. Eine Jacke, die sich der Körpergröße anpasst und einen Fön zum Trocknen eingebaut hat, gibt es nicht. 

3D-Werbung: realistisch. 3D-Kino ist technisch weit verbreitet, es gibt haufenweise TV-Geräte mit 3D-Funktion. Doch der weiße Hai, der aus dem Kino heraus auf Marty  mit weit aufgerissenem Maul zukommt: unrealistisch! Diese Form der Projektion gibt es nicht (zumindest technisch weit verbreitet).

Gassi-geh-Drohnen: Drohnen sind in aller Munde und dieser technologische Trend wird sich in den nächsten Jahren noch deutlich ausweiten, bspw. in der Paketzustellung, um nur ein Beispiel zu nennen. Also die Gassi-geh-Drohne – in einer Szene geht ein Hund mit einer Drohne Gassi – oder umgekehrt – ist unrealistisch, aber Drohnen an sich doch am Puls der Zeit. 

Digitales Fernglas: Doc Brown nutzte eine Art digitales Fernglas mit Zielerfassung und Informationsgebung. Heute schon Realität.

Datenbrille: realistisch! Gerade nur das Beispiel Google Glass erwähnt, zeigt, dass die Technologie hier gut prognostiziert wurde. 

Die doppelte Krawatte hat sich 2014 nicht durchgesetzt, für 2015 rechne ich ebenfalls nicht damit. Käme mir und meiner Garderobe auch sehr entgegen ;) 

Mein Surftipp zu Zurück in die Zukunft ist diese Fanseite hier: www.zidz.com

Beste Grüße

Marcus Reif 

verfasst durch Marcus K. Reif
Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif