Handelsblatt
September 26, 2017 Alles!, Recruiting Keine Kommentare

Im Jahr müssen Konzerne Tausende Stellen neu besetzen. Immer mehr eigene Mitarbeiter übernehmen die Personalsuche für ihren Arbeitgeber gegen eine Prämie – so wie bei der Deutschen Bahn und dem Versandhändler Otto.

Zu diesem Beitrag im Handelsblatt durfte ich ein paar Zitate beisteuern:

Das bestätigt auch Marcus Reif, Chief People Officer bei der Personalberatung Kienbaum. „Nur weil jemand ein paar Tausend Euro für eine erfolgreiche Empfehlung bekommt, heißt das ja nicht, dass die Mitarbeiter ihre Werte, ihre Zufriedenheit und ihr Commitment völlig ignorieren.“ Zumal Jobsuchende übers Internet leicht herausfinden können, wie die Stimmung im Konzern tatsächlich ist, wenn sie dem Mitarbeiter misstrauen. „Unternehmen verpassen einen wichtigen Recruiting-Hebel, wenn sie das Empfehlungskonzept ignorieren“, sagt Reif.

Auch wenn Facebook und Co. künftig an Bedeutung gewinnen werden, ist Personalexperte Reif der Ansicht, dass die Mischung der Personalbeschaffungsinstrumente stimmen muss. „Im Recruiting kann man nur erfolgreich sein, wenn man einen ausgewogenen Mix verschiedener Sourcing-Kanäle hat.“ Sprich: aus Stellenanzeigen, Personalmessen, Meet-ups, Headhunting und Mitarbeiterempfehlungen. Auch wenn das Kosten-Nutzen-Verhältnis bei einer Mitarbeiterempfehlung womöglich gut ausfällt, ist sie laut Reif kein Allheilmittel. 

Denn um die seltenen Fachkräfte müssen sich die Unternehmen schon stärker bemühen. Beispielsweise indem sie einen Headhunter beauftragen. Der kann den Arbeitgeber Gollub zufolge 20 bis 35 Prozent des Jahresgehalts des Neuangestellten kosten. „Wie gut der Headhunter als Recruiting-Instrument ist, hängt natürlich davon ab, wie sehr er mit dem Unternehmen und dessen Kultur vertraut ist.“

Denn wie die Deutsche Bahn sucht auch Otto vorwiegend Berufsprofile, die der Digitalisierung geschuldet, aber selten auf dem Arbeitsmarkt vorhanden sind. Deshalb meint Reif: „Viele Unternehmen müssen soziale Netzwerke viel stärker einbinden, wenn sie Mitarbeiterempfehlungen nutzen.“

Link: http://www.handelsblatt.com/…/karriere-wie-sie-ihre-mitarbeiter-zu-recruitern-machen/

verfasst durch Marcus K. Reif
Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif