Seit 1980 hat sich im allgemeinen Sprachgebrauch der Anteil der Anglizismen verdreiundzwanzigfacht. Das spricht auf der einen Seite für die lebendige Sprache, aber auf der anderen Seite auch für das zentrale Problem – die Unzufriedenheit mit der Sprache.
Unternehmen, wie die Deutsche Bahn, Deutsche Telekom und viele andere, setzen stark auf eine kosmopolitische Formulierung. Ein Engländer oder Amerikaner wird allerdings mit dem Intercity-Express, dem Ticketcounter, der DB-Lounge, dem Citycall, dem Handy und vielen anderen Formulierungen wenig anfangen können. Die Werbeindustrie trieb in den letzten Jahren diese Blüten bis zum Exzess. Seit zwei Jahren kann man einen deutlichen Rückgang verzeichnen und viele Werbungen (McDonald’s: Everytime a good time – nun „Ich liebe es“) sind wieder deutsch.
Eine Studie im Jahr 2003 fand allerdings heraus, dass mehr als die Hälfte der 14- bis 49-Jährigen der Hauptzielgruppe zehn Werbeaussagen nicht richtig verstanden hatten bzw. über deren Sinn im Unklaren waren.
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