Seit einigen Monaten twittere ich samstags die Seitenzahl des F.A.Z.-Stellenmarkts. Aus innerer Verbundenheit zur Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Überzeugung, dass der Print-Stellenmarkt noch eine Relevanz hat, beobachte ich so die Entwicklung der Stellenanzeigen im einzig noch bedeutenden Fach- und Führungskräfte-Stellenmarkt.

Hier die Aufstellung der Seitenanzahl im Print-Stellenmarkt der F.A.Z.

Nimmt man den Schnitt über die letzten 18 Ausgaben, landet man bei rund 15 Seiten im Durchschnitt. Nicht ganz objektiv, denn Weihnachten und Silvester ist eher eine Zeit geringer Quantität. Nimmt man den Schnitt vom 08.01. bis heute – 09.04.2011 – ergibt das durchschnittlich 17 Seiten Stellenanzeigen bei dann 14 Ausgaben. Von der Hochphase des Stellenmarkts im April 2001 mit über 260 Seiten ist die F.A.Z. mittlerweile eine Galaxie weit entfernt. Die Erosion der Print-Stellenmärkte und der Print-Anzeigenmärkte schreitet weiter voran. Das wird am ökonomischen Modell der Verlage rütteln. Früher war der Stellenmarkt eine wichtige Finanzierungssäule zu einem Drittel, ein weiteres Drittel der allgemeine Anzeigenmarkt sowie das letzte Drittel die Verkaufserlöse. Das scheint heute nicht mehr ganz zu passen. Bringt mich zu der Frage, wie Qualitätsjournalismus zukünftig finanzierbar bleibt? Ich vermisse die guten Lokalzeitungen, die guten Regionalzeitungen und schätze die F.A.Z. für ihre hintergründige Berichterstattung sehr.

Beste Grüße

Marcus Reif

verfasst durch Marcus K. Reif
Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif