Jobaussichten für Absolventen wirtschaftsnaher Fachbereiche weiterhin gut

Die RWTH Aachen landet in der Personalerbefragung der Employer-Branding-Beratungsgesellschaft Universum Communications und des Recruiting-Unternehmens access KellyOCG in gleich fünf Kategorien auf dem ersten Platz und bleibt damit für die Personalverantwortlichen die bevorzugte Hochschule für Absolventen wirtschaftsnaher Fachbereiche. Insgesamt wurden mehr als 500 Personaler in Deutschland zu den Jobaussichten für Absolventen, den erlebten Herausforderungen im Job mit den neuen Abschlüssen und den bevorzugten Hochschulen bei Neueinstellungen befragt. Die im Februar und März 2013 durchgeführte Befragung ist die Grundlage für das jährliche WirtschaftsWoche Uni-Ranking.

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Aus Sicht der Personaler bildet die RWTH Aachen ihre Studierenden in den Fachbereichen Elektrotechnik, Informatik, Maschinenbau, Naturwissenschaften und Wirtschaftsingenieurwesen am besten aus. Ganz besonders geschätzt werden dabei die Absolventen des Fachbereichs Maschinenbau der RWTH Aachen. Nahezu drei Viertel der Personalverantwortlichen waren der Meinung, dass dieser Fachbereich die besten Maschinenbauer ausbildet. Erst mit weitem Abstand auf Rang zwei folgt die TU München mit 45,5 Prozent Zustimmung, dicht gefolgt vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit 44,2 Prozent.

Der Personaler-Umfrage zufolge werden die besten Ökonomen an der Universität Mannheim ausgebildet. Sowohl im Fachbereich Volkwirtschaft wie auch in der Betriebswirtschaftslehre lagen die Mannheimer vorn. Auf dem zweiten Platz in Volkwirtschaft lag die Goethe-Universität Frankfurt am Main, gefolgt von den Universitäten in Bonn und Köln. Bei den Betriebswirten lag die Universität Köln auf dem zweiten Platz, gefolgt von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Fachbereich Jura überzeugte die Personaler vor allem die LMU München, die mit 23,1 Prozent auf den ersten Platz gewählt wurde, gefolgt von den Juristen aus Heidelberg und Münster, die jeweils von 21,2 Prozent der Personaler auf einen gemeinsamen zweiten Platz gesetzt wurden.

Auch bei den Fachhochschulen gab es einen klaren Gewinner: Die Hochschule Karlsruhe schaffte es in vier Fachbereichen auf den ersten Platz – und zwar in Elektrotechnik, Informatik, Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwesen. In der Betriebswirtschaftslehre konnte die ESB Reutlingen überzeugen, im Maschinebau lag die Fachhochschule Aachen bei den Personalern ganz vorn.

Personaler weiterhin optimistisch für Jobaussichten Absolventen wirtschaftsnaher Fachbereiche – Informatik- und Elektrotechnik-Absolventen besonders gefragt

Die Jobaussichten für Absolventen wirtschaftsnaher Studienabschlüsse, die 2016 in den Arbeitsmarkt eintreten werden, werden von den Personalverantwortlichen nach wie vor als gut beurteilt. Etwa 59 Prozent der befragten Personalverantwortlichen beurteilten die Jobaussichten in 2016 als „viel besser“ oder „besser“, 34 Prozent mit gleichbleibend und nur knapp sieben Prozent mit „schlechter“ – nur eine unwesentliche Änderung im Vergleich zur Befragung im Vorjahr. „Auch wenn es grundsätzlich immer schwierig ist, den Bedarf an Absolventen über einen Zeitraum von drei Jahren einzuschätzen, ist die Stimmung weiterhin sehr zuversichtlich. Gut ausgebildete Studierende werden auch in Zukunft gute Jobaussichten haben“, sagt Klaus Töpfer, Geschäftsführer von access KellyOCG.

Während eine deutliche Mehrheit der Personaler für die Fachbereiche BWL, VWL und in den naturwissenschaftlichen Fachbereichen angibt, keine oder kaum Probleme beim Decken des Rekrutierungsbedarfs an Absolventen zu haben, sehen 62 Prozent der Personaler Schwierigkeiten, den Bedarf an Informatik-Absolventen zu decken. Bei den Elektrotechnikern waren es knapp 50 Prozent. „Vor allem in den Ingenieurwissenschaften müssen Unternehmen über den Tellerrand blicken, um gut ausgebildeten Nachwuchs zu bekommen“, ergänzt Stefan Lake, Deutschland-Chef von Universum Communications. 

Über die Befragung zum Hochschulranking

Für das Hochschulranking befragen Universum Communications und access KellyOCG seit 2007 deutschlandweit jährlich über 500 Personaler. Die Studie spiegelt die Einschätzung der Personalverantwortlichen wieder, welche Universitäten und Fachhochschulen die Absolventen am besten für die Bedürfnisse der Unternehmen ausbilden. Die Hochschulen werden aus den nach Fachrichtung geordneten Listen ausgewählt, wobei mehrere Alternativen pro Kategorie genannt werden können. Darüber hinaus geben die Befragten Auskunft über die Einstellungskriterien für Absolventen und aktuelle Themen, wie die Umstellung auf Bachelor- und Master-Studiengänge.

 

verfasst durch Marcus K. Reif

Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif