gwave

Da kam sie nun letzte Woche. Meine Einladung zu Google Wave. Hatte viel gelesen, dass dies die technologische Zukunft ist, dass Google den Nachfolger der E-Mail und des Instant-Messengers kreiert hat. Nun gut, dachte ich mir, dann muss ich mich damit heute mal beschäftigen, wenn morgen schon die E-Mail tot ist.

Unter http://wave.google.com findet man die Startseite. Man muss allerdings vorher bei Google im Browser angemeldet sein, sonst gibt es nur ein Video zu sehen. Der Start ist extrem unübersichtlich. Im Grunde weiß man nicht genau, wo denn nun die Musik spielt.

Der Stern schreibt: Wave ist keine weitere E-Mail-Option, auch wenn viele Ideen der Kommunikation per Mail in das neue Konzept einfließen.

Im Kern schreibt man nun keine Nachricht mehr per E-Mail an mehrere Personen, sondern stellt innerhalb einer Wave diese Information zur Verfügung. Alle Empfänger – und das können alle Wave-Nutzer sein – können diese Nachricht nun nutzen. Nutzen bedeutet hier, dass diese Information Wiki-ähnlich weiterverarbeitet werden kann. Die Ansicht ist Google-gewohnt mit einem Chat zu vergleichen. Das Angenehme ist, dass man die dort erarbeiteten Inhalte wie in einem zeitraffenden Video sich rückblickend anschauen kann, wie sie denn entstanden sind. Das macht die Wave wirklich zu einem technologischen Novum innerhalb der Gruppenarbeit.

Google hat sich die Trends angeschaut. Zweifelsohne gehört zu den aktuellen Internet-Trends die Landschaft der sozialen Netzwerke. So findet man Elemente aus Facebook und Twitter sowie aus Kommunikationstools wie Chat und natürlich E-Mail in Google Wave. Doch statt alle Kommunikationsmöglichkeiten nebeneinander anzubieten, verknüpft Google Wave alles miteinander. Während gerade die Integrationslösungen, wie Posterous oder Friendfeed eine gewisse Popularität erreichen, ist bei der Wave gleich alles miteinander verbunden. Das Thema steht also im Vordergrund, nicht mehr das Medium oder die Plattform.

Ganz klar beta

Google Wave ist als Preview definiert, deshalb auch die limitierten Zugänge zu Beginn. Nicht alles funktioniert so, wie es später einmal soll. Der Stern schreibt: Doch es wird auch deutlich, dass die großen Innovationen nicht bei Apple oder Microsoft entstehen, sondern bei Google. Google hat das Suchen vereinfacht, Betriebssystem und Browser veröffentlicht und mischt auch erfolgreich im Handymarkt mit. Nun gibt das Unternehmen mit Wave möglicherweise die Antwort auf die Frage, wie wir in der immer komplizierter werdenden Welt der Informationen miteinander reden. Google, die Einheitssprache, die jeder versteht.

Wie funktioniert nun das Ganze?

Bernd Schmitz hat in seinem Multimediablog eine ziemlich gute Erklärung verfasst. Habe die bereits in einer deutschsprachigen Wave gefunden. Sehr lesenswert! Bernd verlinkt zu einer Slideshare-Präsentation von Alexander Benker, die ich gern hier einbinde.

View more documents from Alexander Benker.

Weitere gute Informationen im Internet zur Google Wave:

Beste Grüße

Marcus Reif

verfasst durch Marcus K. Reif
Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif