Noch ein Blog-Beitrag zum Karriere-Outfit. Wie fange ich an? Vermutlich nehme ich einfach die gleiche Präambel, wie beim Blog-Beitrag “Dresscode – der erste Eindruck hat keine zweite Chance …“. Das ist zwar einfach, passt allerdings auch hier wieder. Also los: Und immer wieder eine gern gestellte Frage zum Dresscode: was zieh ich an. Zum Bewerbungsgespräch, zum Termin mit einem Kunden, zum Termin mit dem Vorstand oder der Geschäftsführung, zum Termin mit einem Lieferanten.

Meine Empfehlung, die ich rausarbeiten möchte, ist in eine kurze Botschaft gepackt. Modisch sein und stilvoll gekleidet sein bedarf einfacher Empfehlungen. Wer allerdings auf Extravaganz setzt, überbordendem Coolness-Faktor oder einem besonderen modischen Markenzeichen, dem werde ich vermutlich wenig Eindrücke vermitteln können.

Meine erste Empfehlung:

Ihre Kleidung sollte immer ein Stück konservativer als die Ihres Gegenübers sein

Aber die dringende Ergänzung zu dieser Empfehlung: niemals deutlich under- oder overdressed erscheinen!  Es gilt vorher zu klären, welche Garderobe gefragt ist.

Kommen wir mal zur Grundausstattung des Herren von Welt:

Der Anzug

Der modische Trend sieht ein schmal geschnittenes Sakko mit zwei Knöpfen vor. Ein blauer Anzug muss der Standard im Büro sein. Der braune Anzug gehört eher in die Freizeit, nicht ins Büro. Der schwarze Anzug nur zu entsprechenden Anlässen. Mit einem dunkelgrauen und einem hellgrauen Anzug macht man vieles richtig.

Mindestens diese drei verschiedene Anzüge sind für den Herren das absolute Muss: 

Marineblau, zwei Knöpfe, schmales Revers: So einen Anzug braucht jeder Mann im Schrank. Mit oder ohne Weste ist dieser Anzug wenig formell, aber perfekt fürs Büro oder das legerere Dinner.

Grau. Ein grauer Anzug gehört ebenfalls zum Standard-Repertoire. Und für den geschäftlichen Alltag immer zu gebrauchen.

Schwarz, der Klassiker. Gehört dazu, gerade für spezielle und distinguierte Anlässe muss dieses Stück im Kleiderschrank hängen.

Welche Marken? 

Hugo Boss von der Stange, Maßkonfektion von Kuhn, Dolzer oder anderen. Das ist ohne Risiko, ein moderner Schnitt, keine farblichen Experimente, konventionell und tragbar.

Casual

Das meint eher weniger Flipflops, sondern eine schicke Chino in hellbraun mit zum Beispiel grauen Sneakern aus Wildleder, kombiniert mit einem Poloshirt. Und schon ist man herzeigbar casual unterwegs.

Socken

An jeder Ecke sieht man auf einmal farbige Socken zwischen dunklem Schuh und dunklem Anzug hervorblitzen. Wenn man distinguierter Brite ist, keine Anmerkung. Aber als deutscher Ehrenmann würde ich eher raten, darauf zu verzichten. Die Socken bleiben weiterhin hoch (bis Knie) und als farbliche Brücke zwischen Schuh und Anzug.

Schuhe

Braune Schuhe sind im geschäftlichen Alltag nicht mehr so verpönt. Die braunen Schuhe passen gut zu einem blauen oder grauen Anzug. Bitte niemals zu einem schwarzen Anzug tragen! Sie dürfen und müssen sogar braune Schuhe zum grauen Anzug kombinieren. Die Schuhe sollten unbedingt rahmengenäht sein. Und wenn Sie auf die Gummisohle verzichten, sind Sie auf einem guten Weg.

Hemden

Kurzarmhemden bitte aus dem Gedächtnis streichen. Ein alter Kollege sagte mal: Kurzarmhemden sind nur für Busfahrer. Witzig gemeint, ernste Aussage. Für den Herren mit Anzug gibt es nur ein Langarmhemd. Dunkle Hemden sind tabu. Bleus oder weiße Hemden sind für den geschäftlichen Alltag Standard!

Eine beliebte Frage ist: was ist der Unterschied zwischen Business (hochoffiziell und offiziell) sowie Business-Casual (Business-Casual und Business-Attire) – Dresscode – der erste Eindruck hat keine zweite Chance …

Beste Grüße

Marcus Reif

verfasst durch Marcus K. Reif
Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif