Der Recruiting Convent 2018

Wow. Den Recruiting Convent kenne ich schon seit vielen Jahren. Ich war dort selbst schon mal als Speaker. Der Gründer des Recruiting Convents ist Prof. Beck, ein Mitglied der großen Familie der Personaler mit Leidenschaft für Recruiting, Employer-Branding und Personalmarketing. Auch einer aus der HR-Familie mit hohem Innovations- und Vordenker-Faible ist mein lieber Freund Gero Hesse, der selbst bloggt und mit Saatkorn.com einen der meist frequentierten und beachteten HR-Blogs betreibt. Ich freue mich, Gero hier bei mir auf meinem kleinen Blog interviewen zu dürfen. Interviews mache ich ja leider nicht oft. Doch hier – bei dem Thema und dem Interviewpartner – konnte ich gar nicht anders. Legen wir los! 

Gero Hesse

Gero, bitte stelle Dich meinen Leserinnen und Lesern doch kurz vor.

Gern! Ich bin Blogger, Berater und Macher und glaube daran, dass jeder Mensch den bestmöglich passenden Job und Arbeitgeber verdient. Meine berufliche Leidenschaft sind die Themenfelder Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting sowie angrenzende Felder wie New Work, Digitalisierung und HR Startups. Auf meinem Blog www.saatkorn.com berichte ich über diese Themen und als Geschäftsführer von TERRITORY EMBRACE darf ich mit meinem Team sowohl spannende Kampagnen umsetzen als auch unser Plattformgeschäft mit Ausbildung.de, meinpraktikum.de oder careerloft weiter ausbauen.

Dazu kommt in diesem Jahr erstmals der Recruiting Convent, kurz #RC18. Wie ist es dazu gekommen, dass der Recruiting Convent bei Dir gelandet ist?

Ich bin schon lange mit Prof. Dr. Christoph Beck, dem „Vater“ des Recruiting Convents, befreundet. Er hat sich die Veranstaltung ausgedacht und 10 Jahre lang zu dem entwickelt, was sie bis jetzt ist: einer der Muss-Termine für alle, die sich für Employer Branding, Personalmarketing & Recruiting interessieren, quasi ein Branchentreff. Nach der letzten Veranstaltung im Frühjahr 2017 sprach Christoph mich an und fragte mich, ob ich nicht Lust hätte, die Veranstaltung in Zukunft weiter zu führen. Hintergrund war, dass Christoph das Gefühl hatte, den Recruiting Convent nach 10 erfolgreichen Jahren inhaltlich und konzeptionell überarbeitet zu müssen. Das ist natürlich schwierig, wenn man ein erfolgreiches Format selbst entwickelt hat. Gleichzeitig wollte Christoph sich auch mit anderen Themen befassen und so kam es zu dem Angebot an mich, den Recruiting Convent zu übernehmen. Rein inhaltlich passt das perfekt zum Themenspektrum meines Blogs und auch meiner Arbeit. Und so musste ich nicht lange überlegen. Ich freue mich schon sehr auf die beiden Tage Anfang Juni in Düsseldorf und die für mich neue Rolle als Moderator. Bislang war ich ja eher Referent auf derartigen Veranstaltungen.

Was habt Ihr denn am Konzept verändert?

Ehrlich gesagt, so ziemlich alles – von den Formaten über die Location bis hin zum Namen sind wir dabei, den Recruiting Convent zu transformieren. Das ist auch keine Sache, die innerhalb eines Jahres passiert. Fangen wir mal beim Namen an: „Recruiting Convent“ klingt in meinen Ohren ein wenig zu Recruiting fokussiert und zu altmodisch. Der Name sagt auch nichts darüber aus, dass die Idee ja ein jährlicher Branchentreff ist. Ergo sind wir dabei, aus dem Recruiting Convent den #RC18 bzw nächstes Jahr den #RC19 usw zu machen. Es geht darum, eine Marke zu schaffen, die dann weiter gedacht werden kann als „nur“ Recruiting. Auf der Veranstaltung soll und muss Platz sein für alle modernen Trends rund um Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting. Eben auch für Digitalisierung, New Work oder HR TECH Themen. Für uns ist es wichtig, nach und nach die HR Startup Szene an den #RC heranzuführen. Konzeptionell haben wir nicht mehr nur reine „Frontbeschallung“, sondern Formate im Sitzen, Stehen und Liegen, in unterschiedlichen Räumlichkeiten. Man sitzt also nicht mehr 2 Tage lang in einem großen Plenarsaal, sondern wird immer wieder Veränderungen innerhalb der Location erleben. Und damit sind wir dann bei der Location. Fand der Recruiting Convent bislang meistens auf Schloß Bensberg statt, so möchten wir mehr Variation und – Achtung, Trendwort! – Disruption auch durch die Location verdeutlichen. Für den diesjährigen #RC18 sind wir im Boui Boui Bilk in Düsseldorf. Eine ehemalige Schraubenfabrik, die heute Teil der Düsseldorfer Kunst- und Kulturszene ist. Das steht für Wandel und ist ein ganz anderes Ambiente als bislang.

Mit „Innovate & Survive“ habt ihr dem #RC18 ja auch eine inhaltliche Klammer gegeben. Worum geht es dabei?

Nun, es geht darum, dass Recruiter und Personalmarketeers heutzutage gezwungen sind, nach innovativen Konzepten, Prozessen, Tools und Kanälen Ausschau zu halten. Der Druck kommt durch die Digitalisierung mit immer neuen technologischen Angeboten in Form von Tools und Kanälen. Gleichzeitig erleben wir die demographische Entwicklung, die Recruiting qualitativ sowieso und inzwischen in ganz vielen Zielgruppen auch quantitativ vor immense Herausforderungen stellt. Für diese Herausforderungen steht das „Innovate“ im Titel. Und „Survive“ weil die tollste Innovation nichts nützt, wenn das Brot und Butter Geschäft in Personalmarketing und Recruiting nicht funktioniert. Es macht in meinen Augen wenig Sinn, über Robot Recruiting zu sprechen, wenn noch nicht einmal ein ATS vorhanden ist.

Welche Partner habt Ihr für den #RC18 mit an Bord?

Absender und Veranstalter des #RC18 sind „meine“ Agentur TERRITORY EMBRACE und QUEB e.V., der Bundesverband für Employer Branding, Personalmarketing und Recruiting. Ich bin über diese Kooperation sehr froh. Einerseits, weil ich als ehemaliger Vorstandssprecher und heutiges Beiratsmitglied eine sehr enge QUEB Verbundenheit spüre, andererseits natürlich auch, weil die QUEB Unternehmen einfach tolle iinhaltliche Themen mitbringen. Zum Beispiel wird Bayer seine Vision von Robot Recruiting (im wahrsten Sinne des Wortes) präsentieren oder die Deutsche Bahn von der digitalen Transformation in deren Branding und Recruiting Themen berichten. Du bist ja zusammen mit Rechtsanwältin Nina Diercks auch mit von der Partie zum Thema EU Datenverordnung, die ja massive Bedeutung insbesondere für Recruiting und Active Sourcing hat.
Außerdem haben wir als Sponsoren Stepstone, Talentry, whatchado, Cyquest, Trainee.de, Business Punk, saatkorn. sowie die google Zukunftswerkstatt mit dabei.

Wie stellst Du Dir die Entwicklung für die weiteren Jahre vor? – Gibt es bereits Ideen für den #RC19?

Du wirst lachen, aber die gibt es tatsächlich. Wie gesagt, wir sind dabei, aus dem #RC eine Marke zu machen. Das braucht mehr als ein Jahr. Auf jeden Fall streben wir an, im Jahr 2019 auch internationale Cases und Referenten an Bord zu haben. Und wir wollen noch näher an die HR TECH und Startup Szene ran. Da passieren momentan wirklich spannende Dinge, die unsere Branche mittelfristig noch sehr verändern werden. Für den #RC18 gibt es ja den QUEB Award für die beste HR TECH Innovation. Das ist schon ein guter Start in diese Richtung. Es ist theoretisch aber mehr denkbar, vielleicht eine HR Startup Area. Darüber hinaus habe ich die Idee, mittelfristig an die B2B Veranstaltung einen B2C Tag dranzuhängen und spannende Zielgruppen mit den Unternehmenspartnern zusammen zu bringen. An Ideen mangelt es wahrlich nicht…

Vielen Dank für das Interview. Abschließend die Frage, wo man Tickets für den #RC18 bekommen kann?

Gern! – Tickets bekommt man am besten direkt über unsere Website. Ich kann bereits jetzt sagen, dass der #RC18 mit sehr großer Wahrscheinlichkeit ausverkauft sein wird, denn 4/5 der Tickets sind bereits weg.

Dieses Jahr bin ich auch wieder beim #RC18 dabei. Mit der wunderbaren Nina Diercks spreche ich über Recruiting im Datenschutz-Dschungel. Stand der ePrivacyVO.

verfasst durch Marcus K. Reif
Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif