Man hört den Satz “ich verdiene recht gut” hin und wieder. Und immer stelle ich mir dabei die Frage: “was ist gut?”. Es gibt – wie bei den Sternen in Hotels – keine verbindliche Skala für diese Aussage. Was weiterhilft zur Beurteilung eines guten Gehalts sind repräsentative Gehaltsvergleiche. Kienbaum hat für Arbeitgeber das bekannteste und sicherlich statistisch relevanteste Pamphlet auf dem Markt im Angebot – siehe Kienbaums Compensation-Portal. Oder der Glücksforscher Karlheinz Ruckriegel, der kürzlich in einem Interview in Der Welt sagte, dass “bei 5000 Euro netto ist die Glücksgrenze erreicht” ist.

Heute kam mir von Stepstone der Gehaltsreport unter die Augen. Die Ergebnisse sind sicherlich nicht schlecht, eine hohe Grundgesamtheit der Befragten i. H. v. 40.000 spricht für eine statistische Repräsentanz.

Details zur Umfrage

  •  Für den Gehaltsreport befragte StepStone im Sommer 2012 rund 40.000 Personen.
  • Befragt wurden ausschließlich Fach- und Führungskräfte!
  • Etwa 67 Prozent der Befragten waren Fachkräfte ohne Personalverantwortung. Führungskräfte waren zu 33 Prozent vertreten.
  • Die angegebenen Durchschnittsgehälter sind Bruttojahresgehälter ohne variable Bezüge (Bonus, Prämien, Weihnachtsgehalt usw.).
  • Es wurden nur Angaben von Arbeitnehmern in Vollzeit berücksichtigt.

Link: www.stepstone.de/gehaltsreport

Erkenntnisse der Branchen

Stepstones Gehaltsvergleich

Die Beratungen in der Consulting-Branche zahlen im Vergleich zu den vormals an der Gehaltsspitze stehenden Banker knapp 1.000 Euro mehr. Die Berater stehen ergo mit 60.487 Euro Jahresgehalt auf der Top 1. Generell gilt die Faustregel: Je größer das Unternehmen, desto besser die Gehaltschancen. Die Differenz in Sachen Gehalt liegt im Schnitt bei circa 10.000 Euro im Jahr (Unternehmen mit 1-500 Mitarbeitern im Vergleich zu Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern). Das zieht sich durch fast alle Branchen und alle Berufsfelder.

Mit im Schnitt 89.000 € als durchschnittliches Bruttojahresgehalt sind berufserfahrene Ärzte Deutschlands Top-Verdiener. Platz 1 bei den Top-Studiengängen belegt die Medizin mit deutlichem Abstand bei den Verdienstmöglichkeiten zu den Rechtswissenschaften (68.903 € zu 60.792 €, das sind 13 Prozent mehr). Den dritten Platz belegt das Ingenieurwesen mit einem durchschnittlichen Gehalt von 59.912 €. Im Schnitt verdienen Mitarbeiter mit Personalverantwortung 15.000 € mehr.

Hoffe, mit diesem Beitrag gedient zu haben.

Beste Grüße

Marcus Reif

verfasst durch Marcus K. Reif

Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif