In allen Zeitungen und Onlinemedien wird aktuell über Google-Streetview geschrieben. Aber um was genau geht es denn eigentlich?

Google-Streetview (Auszug aus Wikipedia)

Es handelt sich um 360-Grad-Panoramabilder, die mit speziell ausgerüsteten Pkw und Fahrrädern aufgenommen werden. Diese Spezialfahrzeuge haben auf dem Dach neun Kameras montiert: Acht Kameras für den 360-Grad-Blick, eine Kamera ist nach oben gerichtet; darüber hinaus sind drei Lasermessgeräte zur dreidimensionalen Vermessung vorhanden. Zur Nutzung der Street-View-Daten in Google Maps gelangt man, indem man den gelben Mann auf der linken oberen Seite des Google-Maps-Interface mit dem Cursor in dem ausgewählten Gebiet auf einen bestimmten Ort zieht. Blau unterlegte Straßen sind von Google abgefahrene Straßen; so erkennt man sehr schnell, ob der Ort, den man ansehen will, verfügbar ist. Das Bild ist dann mit der Maus um 360 Grad sowie nach oben und unten drehbar. In Google Maps sind Pfeile in das Bild integriert, um zum nächsten oder zurück zum vorherigen Panorama zu wechseln. Da etwa alle zehn Meter ein Foto gemacht wird, ist es dadurch möglich, eine Strecke virtuell in Google Maps oder Google Earth „abzufahren“. Durch die gesammelten 3-D-Daten soll es zu einem späteren Zeitpunkt in Google Earth auch eine räumliche Darstellung der Gebäude mit den Street-View-Daten als Oberflächen geben. Der Erfassungsradius der von der deutschen Firma SICK hergestellten Laser-Sensoren beträgt etwa 50 Meter. Die Street-View-Daten sollen alle zwölf Monate aktualisiert werden, um aktuelle Inhalte anbieten zu können. Ob ein historischer Zugriff auf die älteren Daten ermöglicht werden wird, vergleichbar wie in Google Earth auf die nicht mehr aktuellen Satelliten-Daten, ist noch unklar.
Zusätzlich zu den Foto und 3D-Daten werden auch Daten über Funknetze gesammelt, insbesondere WLAN-Daten zur WLAN-basierten Ortung.

Um was geht es?

Wir waren ja bei der Frage, um was es eigentlich genau geht. Die Kritiker führen Argumente ins Feld, die eine gewisse Kaltschnäuzigkeit bei der Datensammlung unterstellt, der Bürger aber nicht explizit um Erlaubnis gefragt wird. Das ist in Deutschland aufgrund der Sensibilität der privaten Daten und dem sehr beachtlichen Datenschutz das wesentliche Kontra-Argument. Die Angst, dass mit den Daten “irgendwas” geschehen könnte, was heute noch nicht bekannt ist, führt natürlich eine Menge an Kritikern auf den Plan. Man befürchtet einen Eingriff in die Privatsphäre.

Nicht so einfach von der Hand zu weisen, ist das Argument, dass Google-Streetview zum wesentlichen Instrument von Dieben, Einbrechern und Ganoven werden könnte. Wäre natürlich logisch, vor einen Einbruch mal über Google-Maps nach realen Bildern zu schauen und in der Draufsicht nach möglichen Fluchtwegen zu suchen.

Aktuell gibt es auch bei einigen CDU-Fraktionen auf kommunaler Ebene Initiativen, um Google-Streetview aus der eigenen Stadt herauszuhalten. Ich sehe das als stark übertrieben an.

Beste Grüße

Marcus Reif

verfasst durch Marcus K. Reif
Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif