Dass ich das Thema Kununu und deren Geschäftsmodell kritisch sehe, ist evident. Mein letzter Beitrag zum Thema finden Sie hier: Arbeitgeberbewertungsportale ein wichtiger Baustein bei der Karriereorientierung. Seit gestern ist bekannt, dass der Weltmarktführer Glassdoor nach Deutschland kommt. Die Zunahme an Wettbewerb im Segment der Arbeitgeberbewertungsportale kann ich nur herzlichst begrüßen, denn Kununu/Xununu machen aus ihrer Marktposition heraus kein gutes Produkt. Durch den Wettbewerb wird hier sicherlich viel Bewegung reinkommen, da unterstütze ich Glassdoor doch sehr gerne. 

Die Arbeitgeberbewertungsplattformen haben eine große Chance, wenn sie aus dem Bereich der Klagemauer und des öffentlichen Bejammerns sich öffnen hin zu mehr nachvollziehbaren und für Bewerberinnen und Bewerbern sinnvolle Betrachtungen. Dies könnten sicherlich Bereiche der Unternehmenskultur, Führungskultur, Verdienst und Benefits etc. sein. Das erhoffe ich mir von Glassdoor. 

Nachfolgend nun die Pressemeldung zum Deutschlandstart von Glassdoor:

Glassdoor kommt nach Deutschland

Die führende Job- und Karriere-Community Glassdoor hat heute ihre deutschsprachige Webseite (www.glassdoor.de) und die passenden iOS und Android Apps eingeführt. Zuvor wurde ein Glassdoor-Büro in London gegründet, das die Expansion des Unternehmens in Europa unterstützen soll.

Ab sofort bietet Glassdoor Jobsuchenden in Deutschland nicht nur mehr als 500.000 Stellenangebote, sondern auch Informationen aus erster Hand zu 6.500 Arbeitgebern in Deutschland. Glassdoor bietet Jobsuchenden nicht nur freien Zugriff auf aktuelle Jobangebote. Was die Community besonders macht: Auf Glassdoor können derzeitige oder frühere Mitarbeiter ihre Einschätzungen über Arbeitgeber teilen.

„Wir haben festgestellt, dass ein großes Interesse an dem Thema besteht und sich viele Menschen weltweit damit auseinandersetzen – insbesondere in West-Europa“, sagt Diarmuid Russell, Senior Vice President International von Glassdoor. „Wir freuen uns, dass wir Glassdoor für die deutsche Community jetzt noch relevanter machen können und dass wir denjenigen, die aussagekräftigere Informationen über Jobs und Arbeitgeber suchen, jetzt besser gerecht werden.“

Glassdoor arbeitet erfolgreich mit einem sogenannten „Give-to-get-Modell”. Der Nutzer erhält freien Zugriff auf alle Informationen, sobald er einen eigenen Beitrag eingestellt hat: Er kann zum Beispiel anonym eine Gehaltsangabe machen, einen Arbeitgeber, ein Vorstellungsgespräch oder die Zusatzleistungen des Arbeitgebers auf Glassdoor bewerten, Fragen aus Bewerbungsgesprächen teilen oder einfach ein Foto des Büros einstellen. Die Stellenangebote auf der Seite sind für jeden jederzeit frei zugänglich. Glassdoor ist die einzige Job-Plattform, die Informationen in dieser Tiefe und mit so vielen Details über bestimmte Jobs und Unternehmen zur Verfügung stellt.

Auch Arbeitgebern bietet Glassdoor wertvolle Einblicke: So können sie nachvollziehen, welche Faktoren sich auf ihre Rekrutierungsmaßnahmen und ihre Arbeitgeber-Marke auswirken. Über einen freien Zugang für Arbeitgeber können Unternehmen auf Bewertungen antworten, einfache Analysen zu potentiellen Bewerbern abrufen und unangemessene Bewertungen melden.

„Eine aktuelle Studie*, die Harris Interactive im Auftrag von Glassdoor durchgeführt hat, zeigt:

26 Prozent der deutschen Arbeitnehmer finden, dass ihr Job hinter den Erwartungen zurückbleibt, die während des Bewerbungsprozesses geweckt wurden. Wenn man berücksichtigt, wie viel Lebenszeit man täglich im Büro verbringt – getrennt von Familie und Freunden – muss man einen hohen Preis zahlen, wenn man eine Position annimmt, die ganz anders ist als eigentlich erwartet“, sagt Sonja Perry, Product Manager von Glassdoor Deutschland.

Glassdoor bietet umfangreiche, von Arbeitnehmern generierte Inhalte. Die Arbeitnehmer bleiben dabei völlig anonym. Damit ermöglicht Glassdoor Zugang zu wertvollen Informationen und Einschätzungen über den Arbeitsplatz. Und zwar von den Menschen, die den Arbeitsplatz am besten kennen – den Mitarbeitern. Diese Informationen sind anderweitig meist schwer in Erfahrung zu bringen.

Die Identität der Mitglieder wird auf der Plattform zu keinem Zeitpunkt kenntlich gemacht. Um sich zu registrieren und eine Bewertung abzugeben, wird jedoch eine verifizierbare E-Mail-Adresse benötigt. Auch eine Registrierung über Facebook und Google+-Konten ist möglich. Alle Inhalte werden moderiert, bevor sie in der Community veröffentlich werden. Damit wird sichergestellt, dass der Inhalt dem Verhaltenskodex der Community entspricht und die Identität des Absenders nicht ungewollt verrät. Sobald eine Bewertung eingestellt wurde, haben Nutzer freien Zugang zu den Daten aller gelisteter Unternehmen. Glassdoor erwartet, dass das Überprüfen der Bewertung zukünftig von einigen Stunden bis zu wenigen Tagen dauern kann.

Die Glassdoor-App für iOS-Geräte ist jetzt im deutschen App Store verfügbar und steht unter diesem Link zum Download bereit: https://itunes.apple.com/de/app/glassdoor-job-search-salaries/id589698942?mt=8

Die Glassdoor-App für Android-Geräte kann im Google Play Store heruntergeladen werden unter: https://play.google.com/store/apps/details?id=com.glassdoor.app&hl=de

*Umfrage von Harris Interactive im Auftrag von Glassdoor, 29. Juli bis 4. August 2014 unter 1.011 Befragten in Deutschland zwischen 16 und 64 Jahren.

verfasst durch Marcus K. Reif
Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif