Der zweite Fortschrittsbericht zum Fachkräftekonzept –

ausgewählte Kernaussagen

Das sind die Erfolge bei der Erwerbsbeteiligung:

  • Erwerbstätigenquote insgesamt: Das nationale EU 2020-Ziel ist eine Erwerbstätigenquote von 77 Prozent. Im dritten Quartal 2013 lag sie in Deutschland bei 77,5 Prozent. Die Erwerbstätigkeit hat mit 42,2 Millionen im vierten Quartal 2013 einen Höchststand erreicht.
  • Erwerbstätigkeit Älterer (55–64 Jahre): Auch hier gab es in den vergangenen Jahren einen deutlichen Zuwachs. Das nationale EU 2020-Ziel von 60 Prozent wurde 2012 mit 61,5 Prozent überschritten. Zuletzt (drittes Quartal 2013) lag die Quote bei 64,1 Prozent. Auch die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung verbessert sich weiter: Die Quote stieg zuletzt (Juni 2013) auf 43,1 Prozent.
  • Erwerbstätigenquote der Frauen: Hier ist ein Anstieg auf 72,7 Prozent im dritten Quartal 2013 zu verzeichnen. Das nationale EU 2020-Ziel liegt bei 73 Prozent.

Das denken Bevölkerung und Unternehmen über die Fachkräftesicherung:

  • 69 Prozent der Bevölkerung ist der drohende Fachkräftemangel als großes oder sogar sehr großes Problem bewusst
  • Für 42 Prozent der Mittelständler ist der Fachkräftemangel eine der größten Sorgen.
  • Bei 53 Prozent der Mittelständler hat im vergangenen Jahr der Mangel an Fachkräften zu Umsatzeinbußen von geschätzten 31 Milliarden Euro geführt.

Das sind die zentralen Aufgaben:

  • Fast die Hälfte der Frauen arbeitet in Teilzeit. Das ist der drittletzte Platz in Europa. Der Weg für Frauen ins Berufsleben oder dorthin zurück muss leichter werden. Wir brauchen ein Recht auf Rückkehr in Vollzeit. Zudem muss der Ausbau der Kinderbe-treuung weitergehen, damit insbesondere Mütter Beruf und Familie besser vereinbaren können.
  • Noch immer haben 1,4 Mio. Menschen zwischen 25 und 34 Jahren keinen Berufsabschluss. Junge Menschen dürfen aber nicht mehr ohne Ausbildung ins Arbeitsleben geschickt werden. Die guten Erfahrungen in Hamburg mit Jugendberufsagenturen müssen in ganz Deutschland Verbreitung finden. Nachqualifizierung muss eine „2. Chance“ schaffen für die, die ohne Abschluss sind.
  • Bei den 60 bis 64-jährigen fällt die Quote derer, die im Berufsleben stehen, deutlich ab: Dort arbeitet nur noch jeder zweite. Das vorhandene Potenzial der Älteren ist also noch nicht ausgeschöpft. Dabei haben die Unternehmen viele Möglichkeiten, um älte-re Fachkräfte länger einzubinden und zu motivieren – zum Beispiel durch alternsgerechte Arbeitsplätze, kluge Arbeitszeitmodelle und passgenaue Weiterbildungsangebote.

Die Bundesregierung hatte in ihrem Fachkräftekonzept, das im Juni 2011 in Meseberg verabschiedet wurde, fünf Sicherungspfade benannt:

    • Aktivierung und Beschäftigungssicherung; 
    • bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf; 
    • Bildungschancen für alle von Anfang an; 
    • Qualifizierung: Aus- und Weiterbildung sowie 
    • Integration und qualifizierte Zuwanderung.

Coverbild: Fortschrittsbericht 2013 zum Fachkräftekonzept der BundesregierungDas Konzept wird laufend weiter entwickelt. Zudem wird auch künftig regelmäßig überprüft, ob die gesetzten Ziele erreicht werden konnten und wo die Strategie zur Fachkräftesicherung angepasst werden muss. Mit dem Fachkräftekonzept, das die Bundesregierung im Juni 2011 beschlossen hat, verfolgen wir einen systematischen Ansatz zur langfristigen Sicherung der Fachkräftebasis.

Der zweite Fortschrittsbericht zum Fachkräftekonzept stellt die Entwicklungen des vergangenen Jahres dar und identifiziert den weiteren Handlungsbedarf.

Quelle: http://www.bmas.de/…/fortschrittsbericht-fachkraefte-fuer-2013

verfasst durch Marcus K. Reif
Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif