In einigen Vorstandsbüros und Employer-Branding-Abteilungen schlugen einige Köpfe auf den Tisch. Das ist der Mega-Blow-up für das Employer-Branding. Das Manager-Magazin titelt in seiner neuesten Ausgabe “Welche Konzerne ihre Mitarbeiter krank machen”. Als Deutschlands erstes Burn-out-Ranking wird der Leitartikel eingeleitet. Bisschen viel Polemik für meinen Geschmack.

Richtig ist, dass Burn-out keine tragische Einzelfallbetrachtung mehr ist, auch ist es keine Modekrankheit oder Modeerscheinung. Die permanente Beschleunigung des Lebens – und dazu gehört neben dem Job auch das Private – führen immer mehr zu Erschöpfungszuständen. Ein guter Arbeitgeber trägt Verantwortung für seine Mitarbeiterschaft. Und eben auch die Vorsorge für Gesundheit und Beschäftigungsfähigkeit.

Die Zahl der Burn-out-bedingten Arbeitsunfähigkeitstage in deutschen Unternehmen hat sich zwischen 2004 und 2010 von 8,1 auf 72,3 verneunfacht, wie eine Studie des wissenschaftlichen Instituts der AOK belegt. Das sind alarmierende Fakten!

Der Bericht darf alle Vorstände, Geschäftsführer und Manager gleichermaßen interessieren. Der Faktor Mensch ist in Unternehmen immer wichtiger geworden. Die Vorsorge und Vitalität der Belegschaft sollten zunehmend als sehr wichtig erachtet werden.

Solche Berichte sind ein Tritt in die Magengrube des Employer-Brandings. Von solchen Botschaften erholt man sich nicht in einer Woche. Kenne die Zusammenstellung der Studie nicht im Detail. Aber woher kommen die präzisen Angaben und womit lässt sich eine solch konkrete Aussage zur Burn-out-Quote nach Unternehmen mit Zahlen untermauern?

Manager-Magazin: Die Dax-Riesen mit den meisten Burn-out-Kranken

Beste Grüße

Marcus Reif

verfasst durch Marcus K. Reif
Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif