September 11, 2011 Alles!, Ökonomie, Politik Keine Kommentare

Ich erinnere mich noch gut an den 11. September vor zehn Jahren. Im Juli 2001 begann die Vorbereitung für die erste crossmediale Personalmarketingagentur, die Lothar Risch mit einigen Mitstreitern von jobpilot.de – darunter ich – zum 1. Oktober starten wollte. Wir waren in den Vorbereitungen. Am 11. September 2001 saß ich schon einige Stunden zu Hause am Notebook und werkelte am Produktporfolio und der Internetseite. Parallel lief Webradio. Es war ungefähr 15 Uhr. Ich surfte durch einige Newsgroups, als einige Meldungen aufpoppten, dass “vermutlich ein Kleinflugzeug” in ein New Yorker Hochhaus geflogen wäre. CNN würde berichten. Also CNN angeschaltet. Tatsächlich kamen Minuten später die ersten Live-Bilder von einem brennenden Turm der beiden Zwillingstürme des World-Trade-Centers.

Quasi live auf CNN flog eine zweite Maschine in den anderen Zwillingsturm. Die Panik war groß, CNN hatte im Grunde nur Live-Bilder, die Redakteure und Moderatoren faselten ziemlich wirr, was völlig verständlich war. Gut, die Historie ist bekannt. In den Minuten und Stunden danach wurde wegen des Flugs, der in Pennsylvania abstürzte und dem Absturz einer Maschine auf Teile des Pentagons der Luftraum gesperrt.

Nach einiger Zeit – ich weiß gar nicht mehr, wie lange das dauerte – kam der erste deutsche TV-Sender mit einer Live-Berichterstattung auf den Kanal – RTL! Peter Klöppel wurde zu Recht für diese Mammut-Berichterstattung, die über den ganzen Tag ging, ausgezeichnet. Er ging sehr emphatisch auf die Geschehnisse ein und ist seitdem für mich einer der besten Nachrichten-Sprecher überhaupt. Klöppel ist mit einer Amerikanerin verheiratet, was sein Verständnis für die Geschehnisse sicherlich unterstrich.

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung erschien am Tag danach das erste Mal mit zwei Fotos auf der Titelseite. Das ist für intellektuelle Feinschmecker ein Zeichen, das Weltbewegendes geschah. Rechts eine Fotoaufnahme der F.A.Z. vom 12. September 2001.

Die Kriege der USA seit dem 11.09.2001 verschlangen 1.000 Mrd. US-Dollar. Eine unfassbar große Summe. Der SPIEGEL dieser Woche berichtet in einem ausführlichen Artikel darüber, wie es zu den ersten Kriegsplanungen kam. Das Bonmot, dass die Deutsche Regierung ihre Solidarität aufdrängte, ist Geschichte. Wenn Bin Laden und sein Terrornetzwerk die USA in die Knie zwingen wollten, hätten sie es mit dieser unvorstellbaren Ausgabesumme, der auch daraus resultierenden finanziellen Schieflage, nahezu geschafft. Das Ende der einzigen Supermacht scheint nahe. Wenn nun eine Rezession droht, die Welt abermals in eine schwere Wirtschaftskrise gezogen werden würde, wäre das Ende der Supermacht sicherlich besiegelt.

Manch Intellektueller spricht von den verlorenen 10 Jahren. Dass Folter toleriert wurde, Kriegsgründe zusammengedichtet und verfassungsgemäße Rechte ausgehebelt wurden, sind eine schwere Hypothek für jede Demokratie.

Aber am Ende dieser 10-jährigen Epoche steht der arabische Frühling, wo das Volk sein Recht auf Demokratie und Chancengleichheit einforderte. Ich kann nicht beurteilen, ob es aus diesen beiden Geschehnissen eine Korrelation gibt, trotzdem ist das Streben nach Freiheit das wünschenswerte Fazit!

Beste Grüße

Marcus Reif

verfasst durch Marcus K. Reif

Passionierter Personaler, engagierter Kommunalpolitiker, stolzer Vater und treuer Eintracht-Frankfurt-Fan. Erfahren Sie mehr über mich auf meiner Profilseite. Freue mich auf den Dialog! Und bis dahin gibt es Neues auf Twitter @marcusreif